Freitag, 25.05.2012
18.07.2008
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Winterkorn

"Kleine Sonderkonjunktur" für VW

VW-Chef Martin Winterkorn erwartet trotz der schwachen Automärkte in Europa und den USA eine "kleine Sonderkonjunktur" für Volkswagen. Als Gründe nannte Winterkorn eine "Produktoffensive" mit Modellen wie dem neuen Golf, dem Scirocco oder dem neuen Polo sowie sparsame Motoren von VW. Winterkorn verwies vor Journalisten in Wolfsburg auch auf die geplante neue Kleinwagen-Modellfamilie "New Small Family". Der neue Golf werde einen "Schub" bringen. "Der Golf VI wird ein wirtschaftlich erfolgreiches Modell werden", sagte der VW-Chef. Das Modell werde eine Rendite nach Steuern zwischen fünf und sieben Prozent erreichen. Vergleichszahlen zum alten Golf nannte Winterkorn nicht. Der neue Golf kommt im Herbst auf den Markt. Er werde in Sachen Technik, Qualität und Eleganz "Maßstäbe" setzen, so der Manager weiter. Volkswagen wolle 2009, im ersten vollen Jahr, rund 600.000 Stück von seinem wichtigsten Auto weltweit verkaufen. Im vergangenen Jahr wurden 580.000 Stück des alten Modells abgesetzt. Anders als andere Autobauer hält VW an der Prognose für das laufende Jahr fest. "Wir stehen nach wie vor zu dem, was wir gesagt haben", betonte der Konzernchef. Danach will VW Absatz, Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Dagegen hatten Toyota, PSA oder Renault ihre Absatzprognosen für das Gesamtjahr unlängst nach unten korrigiert. Winterkorn sagte, VW sei immer noch mit "Vollgas" unterwegs. Allerdings müsse man schauen, ob man vielleicht Gas wegnehme, um die Märkte nicht zu überliefern. "Was wir nicht wollen, ist, die Lager vollzuparken und die Autos stehen zu lassen." Stimmungslage "alles andere als beruhigend" Insgesamt betrachte er die weltweite Autokonjunktur mit Sorge, sagte Winterkorn. Er nannte die hohen Benzinpreise und Rohstoffkosten sowie die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Während die Automärkte in China und Südamerika noch punkten könnten, liefen die Märkte in den USA, Spanien, Italien und England schwach. Auch die Stimmungslage in Deutschland sei "alles andere als beruhigend". Zu den hohen Stahlpreisen sagte Winterkorn, die Lage für VW sei wegen laufender Verträge noch nicht kritisch, könnte es aber in den nächsten Jahren werden. Die Stahlpreiserhöhung wirke sich dann aus, wenn VW neue Abschlüsse mache. Die Autoindustrie könne zwar über Kostenreduzierungen oder eine bessere Materialausnutzung viele Kosten wegdrücken. Wenn es aber so weiter gehe, "wird die Automobilindustrie auch über Preiserhöhungen nachdenken müssen".

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "USA wird kein Land der Radfahrer, Fußgänger und Zugfahrer"

 
 
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