Donnerstag, 09.02.2012
08.09.2009
Share |
PwC-Studie

Kleinwagen-Trend kommt deutsche Hersteller teuer

Die deutsche Autoindustrie muss sich nach einer Studie auf Milliardeninvestitionen und rückläufige Produktionszahlen einstellen. Allein der Trend zu kleineren Autos werde den deutschen Herstellern Umsatzeinbußen von 1,5 Milliarden Euro bescheren, teilte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PWC) am Dienstag in Frankfurt bei der Präsentation der Studie "Die Zukunft der Mobilität" mit. "Immer mehr Menschen betrachten das Auto in erster Linie als Fortbewegungsmittel. Drehzahl, Beschleunigung und Geschwindigkeit haben als Kaufkriterien zwar noch nicht ausgedient, aber ihre Bedeutung schwindet", sagte Harald Kayser, Leiter der Sparte Automotive bei PWC. Auch innerhalb des Premiumsegments zeige sich eine klare Tendenz hin zu kleineren Wagen: "Wer heute einen 5er BMW fährt, kauft morgen zwar kaum einen Dacia. Aber er könnte sich durchaus überlegen, beim nächsten Kauf auf einen 3er BMW umzusteigen." Einen Grund für "die Abkehr vom Auto als Statussymbol" sehen die Experten im überproportionalen Anstieg der Preise von Premium-Fahrzeugen: "Wer 1975 eine S-Klasse fahren wollte, musste zwar schon damals mehr als das eineinhalbfache (156 Prozent) eines durchschnittlichen Jahreseinkommens auf den Tisch des Autohändlers legen. Das aktuelle Modell kostet allerdings fast zweieinhalb mal so viel (236 Prozent)." Ein VW-Polo sei zwar auch teurer geworden. Der Anstieg von 34 Prozent auf 39 Prozent eines Durchschnittseinkommens sei aber vergleichsweise gering. Markterholung erst 2012 Zwar rechnet PWC im laufenden Jahr dank der Abwrackprämie mit 3,8 Millionen Neuzulassungen in Deutschland nach rund drei Millionen im Vorjahr. 2010 dürften jedoch 700.000 Autos weniger verkauft werden. In Deutschland führe der Absatzrückgang zu einer Drosselung der Produktion um 160.000 Fahrzeuge im kommenden Jahr. "Eine Erholung setzt erst 2011 ein, ab 2012 rollen dann wieder mehr als fünf Millionen Fahrzeuge pro Jahr aus den Fertigungshallen."

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Volumenhersteller fallen auf Produktionsniveau von 1993 zurück

 
 

Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 3. Februar

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute: GVO, Winterschlussverkauf, CRM, Die Welt von Ford, Abschied von der Normalität. MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Januar: Frauen im Kfz-Gewerbe mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS Perspektiven 2012

Auf den Perspektiven 2012 erfahren Sie von Prof. Hannes Brachat, wie Sie Ihr Autohaus auf Erfolgskurs bringen. Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr