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Halter von kleinen Autos sind mit den Trinksitten ihrer Fahrzeuge unzufriedener als Oberklasse-Fahrer.
Meinungsbild
Kleinwagenfahrer ärgern sich über Spritverbrauch
Kleinwagenfahrer sind deutlich unzufriedener mit dem Kraftstoffverbrauch ihrer Autos als Fahrer der Oberklasse. Das geht aus einer Untersuchung der Marktforschungsfirma Tema-Q hervor, die von Februar 2005 bis April 2009 etwa 6.000 Neuwagenbesitzer zu einer subjektiven Einschätzung des Spritdursts ihrer Fahrzeuge gebeten hatte. Analysiert wurden 36 Baureihen, die Halter hatten zum Zeitpunkt der Interviews bereits ein bis zwei Jahre Fahrpraxis mit dem jeweiligen Auto. Exemplarisch für das überraschende Ergebnis führen die Marktforscher die Marke BMW ins Feld. Demnach erhalte der 1er, das mutmaßlich sparsamste Modell des Münchner Autobauers, von den Fahrern mit Abstand die schlechtesten Noten beim Spritverbrauch. Dagegen erreiche der 7er die beste subjektive Bewertung. Ein ähnliches Bild bei Mercedes: Hier schneide der Verbrauch der E-Klasse im Kunden-Empfinden wesentlich besser ab als derjenige der A- und B-Klasse. In der Segment-Betrachtung werden den Angaben zufolge erwartungsgemäß die Geländewagen am schlechtesten von den Kunden beurteilt. Doch auch hier würden den vermeintlich sparsamen Minis und Kleinwagen kein besseres Zeugnis ausgestellt als Fahrzeugen der Ober- oder Mittelklasse, hieß es. Die Experten machen für die Ergebnisse vor allem die unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Kunden verantwortlich. So gehe ein Käufer eines Kleinwagens von vornherein von einem niedrigen Kraftstoffverbrauch seines Autos aus – zumal die Hersteller dies oftmals auch versprechen würden. Werde dieser Erwartungshaltung nur ansatzweise nicht entsprochen, lasse der Kunde seiner Enttäuschung mit einer negativen Bewertung freien Lauf. Niedrige Spritpreise, milde Urteile Als weiteren Einflussfaktor auf die Zufriedenheit hat Tema-Q das Preisniveau an den Zapfsäulen ausgemacht. In Phasen steigender Kraftstoffpreise würden sich die subjektiven Kundenbewertungen des Spritverbrauchs verschlechtern. Werde Benzin und Diesel wieder billiger, würden auch die Verbrauchsurteile der Autofahrer milder ausfallen. (rp) Weitere Details sind in der Downloadbox abrufbar.
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