Donnerstag, 09.02.2012
16.03.2010
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Politiker-Dienstwagen

Koch fährt den größten Klimakiller

Sie diskutieren über umweltschonende Autos und alternative Antriebe – aber statt mit gutem Beispiel voranzugehen, lassen sich viele deutsche Spitzenpolitiker noch immer in dicken Luxuslimousinen chauffieren. Das geht aus der neuesten Erhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor. Der Verein befragte Minister und Parteichefs nach dem Schadstoffausstoß ihrer Dienstwagen. Größter Klimasünder ist dem CO2-Ranking zufolge Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Sein VW Phaeton verbraucht in der Stadt im Schnitt über 20 Liter, was einer CO2-Emission von 348 g/km entspricht. Auf dem zweiten Platz folgt der Dienstwagen von Jürgen Rüttgers (CDU). Nordrhein-Westfalens Landeschef legte die Klimadaten seines Audi A8 W12 quattro (324 g/km CO2) erst offen, als ihn das Verwaltungsgericht Düsseldorf im vergangenen Herbst dazu zwang. Die Regierungschefs von Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein blieben die Antworten schuldig. Gegen sie will die Umweltorganisation nun wie im Fall Rüttgers gerichtlich vorgehen. Dass es auch anders als in Hessen und Nordrhein-Westfalen geht, beweisen Thüringens Regierungschefin Christine Lieberknecht (CDU) und Sachsen-Anhalts Landesvater Wolfgang Böhmer (CDU). Beide sind mit einem BMW 730Ld (180g/km CO2) unterwegs. Vergleichsweise sparsam ist auch das Modell von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und seinem saarländischen Amtskollegen Peter Müller (CDU) – ein Mercedes-Benz S400 Hybrid mit einem CO2-Wert von 191 g/km. Neue, unweltschonende Fahrzeuge bestellt Auf Bundesebene nutzen Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Gesundheitsminister Philipp Rösler laut DUH die klimaschädlichsten Dienstwagen. Die FDP-Politiker fahren einen Audi A8 4.2 TDI, der 249 g/km CO2 in die Luft bläst. Beide Minister wiesen allerdings darauf hin, dass bereits neue, umweltschonende Fahrzeuge bestellt worden seien. So will Brüderle in Kürze auf einen Mercedes E220 CDI (144g/km CO2) umsteigen. Lob ernteten die Umweltminister und Senatorinnen der Länder. Besonders vorbildlich sind laut DUH-Studie die Umweltministerinnen von Berlin und Hamburg unterwegs: Katrin Lompscher (Die Linke) und Anja Hajduk (Bündnis90/Die Grünen) setzen auf den Toyota Prius Hybrid (92g/km CO2). Nicht berücksichtigt wurden bei der DUH-Erhebung aus Personenschutzgründen gepanzerte und deshalb schwere Fahrzeuge, wie die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) oder Außenminister Guido Westerwelle (FDP). (ag)

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

18. März 2010 14:52
Adrian Spiegler meint:
Wann sind denn bitte Politiker das letzte mal mit gutem Beispiel voran gegang?Das ist doch wohl eher lange her...Ich find den Kommentar weiter unten mit diesem leichten Anklang von übertriebenem Landesstolz schon sehr ironisch weil der lustige Kerl hat auf einer Koreanischen Tastertur ins für alle Menschen,ganz gleich welcher Rasse,Religion oder Neigung, zugängliche Internet diesen absolut inkompetenten Stuß geschrieben welchen er jetzt an seinen ebenfalls in Asien gebauten Bildschirm liest...in Zeiten der Globalisierung sollte man damit leben das nicht alles deutsch ist und das absolut nicht heißt das es minderwertig ist...eher im Ggenteil...Der Klimawandel ist ebenfalls ein globales Problem (...), das uns dann schließlich alle umso härter trifft...aber haupsache die deutsche Hose sitzt


17. März 2010 12:29
M. Brickenstein meint:
Ob die Nutzer der Toyota Prius so umweltfreundlich unterwegs sind wie behauptet? Was passiert mit den Batterien, wenn das Fahrzeug verschrottet wird.
Außerdem gibt es solche Diskusionen leider nur in Deutschland, weil es uns zu gut geht.
Die ganze CO² Diskusion bei unseren oder anderen Fahrzeugen ist doch nicht Zielführen. Ich halte es wie unser Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Altbundespräsident Richard von Weizäcker - man sollte sich mehr Gedanken machen, wie man das Thema der Überbevölkerung der Erde in den Griff bekommt, als sich mit dem CO²-Ausstoß von Fahrzeugen zu beschäftigen. Würde man dies tun, wäre die CO²-Belastung um ein vieles reduziert.
Nur leider ist dort keiner der zusätzlich Geld in die Staatskassen spült, welche wieder sinnlos ausgegeben werden kann.


17. März 2010 11:30
Jan Paal meint:
Ich kann den Unsinn von gerichtlich erzwungenen Klimadaten auch nicht verstehen. Jeder Hersteller ist verpflichtet die CO2-Daten seiner Fahrzeuge offen zu legen. Man muss also nur wissen welches Auto die Politiker fahren und fragt entweder beim nächsten Händler nach Prospekten in denen die Verbrauchswerte stehen und schaut binnen fünf Minuten im Internet nach. Aber nein... Hier geht man lieber vor Gericht. Schwachsinn. Ich glaube ich gründe eine Umwelthifen-Hilfe und erstelle eine Statisik über den CO2-Ausstoß den eine Studie über CO2-Ausstoß verursacht. Braucht kein Mensch, wird aber trotzdem bestimmt in irgendwelchen Medien veröffentlicht.

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