Freitag, 25.05.2012
08.12.2008
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US-Autobauer

Kongress bewilligt Milliardenhilfen

Nur mit strengen Auflagen wird die US-Automobilindustrie eine staatliche Überbrückungs-Hilfe von 15 Milliarden Dollar erhalten. Dies zeichnete sich am Montag bei den Verhandlungen zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress ab. Dabei wächst der Druck auf die Autofirmen, einschneidende strukturelle Veränderungen vorzunehmen und sowie die Führungsspitzen neu zu besetzen. Die Idee eines "Auto-Zars" zur Kontrolle der ums Überleben kämpfenden US-Autofirmen sei unterdessen zugunsten eines hochrangig besetzten Gremiums aufgegeben worden, berichtete das "Wall Street Journal". Mehrere Modelle würden diskutiert, wobei die Demokraten dem designierten Präsidenten Barack Obama nach seinem Amtsantritt am 20. Januar Einflussmöglichkeiten sichern wollen. Obama beschuldigte die Auto-Manager, zu lange den "Kopf in den Sand" gesteckt zu haben. Der Kongress handele genau richtig, wenn er jetzt der Branche "Feuer unter dem Hintern" mache, sagte Obama in einem NBC-Interview. Die Führungen der drei großen Autokonzerne müssten nun mutig und rasch ihre Unternehmen umzustrukturieren oder zurückzutreten. "Wenn das derzeitige Management den Ernst der Lage nicht versteht und nicht willens ist, harte Entscheidungen zu treffen und sich den neuen Umständen anzupassen, muss es gehen." Rücktrittsforderungen werden lauter Der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, der Demokrat Chris Dodd, forderte, der Chef von General Motors (GM), Rick Wagoner, müsse als Teil der Sanierung weichen. "Wenn man umstrukturiert, braucht man ein neues Team. Ich glaube, wir müssen eine neue Führung erwägen", sagte er in einem CBS-Interview. Die 15 Milliarden Dollar Staatshilfe sollen den Autobauern eine Atempause bis zum Frühjahr 2009 verschaffen. Der Durchbruch war möglich geworden, nachdem die Demokraten - auch angesichts der alarmierend gestiegenen Arbeitslosigkeit in den USA - ihren Widerstand gegen die Finanzierung der Überbrückungskredite aus einem Programm zur Entwicklung sparsamerer Autos aufgegeben hatten.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kongress nimmt Manager in die Pflicht

 
 
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