Freitag, 25.05.2012
22.07.2010
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TU München

Konzept für städtische Elektromobilität

Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben ein Fahrzeugkonzept für urbane Elektromobilität entwickelt. Es könnte nach Meinung der Forscher schon in naher Zukunft große Teile der urbanen Mobilität abdecken. Insgesamt 20 Lehrstühle der TUM haben sich zum Wissenschaftszentrum Elektromobilität zusammengeschlossen, um an einem Pilotprojekt zu zeigen, dass in naher Zukunft bezahlbare Elektromobilität auch für die Massenanwendung funktioniert.

Das Projekt trägt den Namen Mute. Das Fahrzeugkonzept für den Einsatz im städtischen Großraum und dessen Umland soll 2011 in Form eines ersten fahrbaren und serienfähigen Prototyps auf der IAA in Frankfurt vorgestellt werden. Dieser könne von Industriepartnern anschließend zu einem marktfähigen Angebot weiterentwickelt werden, hieß es in einer Vorankündigung der TUM.

Hauptpunkt im Lastenheft der Forscher: Reduzierung der Kosten bei gleichbleibender Reichweite des Fahrzeugs. Das Mute-Team entwickelt daher ein Elektrokleinfahrzeug der Zulassungsklasse L7E (max. Leergewicht 400kg, max. Antriebsleistung 15kW). Als Energiespeicher nutzt das Fahrzeug den Angaben zufolge einen Lithium-Ionen-Akkumulator mit einem neu entwickelten Batteriemanagement und innovativem Sicherheits- und Kühlsystem. Die Reichweite soll durch die Integration eines elektrischen Range-Extenders erhöht werden. Eine mögliche Variante sei die Verwendung einer Zink-Luft-Batterie, so die Forscher.

Energieoptimale Routenführung per Mobilfunk

Betrieben mit Strom aus dem heutigen deutschen Stromnetz, entspricht der Kohlendioxid-Ausstoß des Mute 42g/km. Im Rahmen des Projekts würden aber auch Szenarien entwickelt, wie das Fahrzeug zu 100 Prozent mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden kann, hieß es. Trotz seiner Größe sprechen die Wissenschaftler dem Elektromotor "eine sportliche Beschleunigung" und eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 120 km/h zu.

Auch bei der Sicherheit könne Mute mit seinen in der Regel sehr viel schwereren Konkurrenten mithalten, versichern die Experten. Eine Mobilfunkanbindung des Fahrzeugs an einen zentralen Server ermögliche es, IT-basierte Mehrwertdienste anzubieten. Für die Elektromobilität seien dies Services wie Sicherheitsfunktionen durch Verkehrslagedaten verschiedener Fahrzeuge, eine energieoptimale Routenführung, eine adaptive Reichweitenprognose oder eine flexible Anpassung der Ladestrategie. (ng)

 
 
 
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