Bei Daimler ist der Pkw-Absatz im Oktober drastisch eingebrochen. Wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte, wurden 93.800 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach ausgeliefert und damit 18,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Alleine bei der Kernmarke Mercedes-Benz gab es einen Rückgang um 21 Prozent auf 82.500 Fahrzeuge. Vor allem in den USA, Westeuropa und Japan ging der Absatz nach Angaben des Autobauers massiv zurück. Auch in Deutschland bekam Daimler die Krise auf dem Automarkt im Oktober deutlich zu spüren (wir berichteten). In China verbuchten die Stuttgarter dagegen Zuwächse. Zudem legte der Kleinwagen Smart klar um 6,5 Prozent auf 11 300 Fahrzeuge zu. Seit Jahresbeginn wurden die Verkäufe in der Pkw-Gruppe Mercedes-Benz Cars leicht um 1,6 Prozent auf knapp 1,1 Millionen Autos gesteigert. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz ging in den ersten zehn Monaten des Jahres dagegen um 1,7 Prozent auf 960.300 Einheiten zurück. Beim Smart verbuchte der Autobauer von Januar bis Oktober einen Absatzsprung um rund 41 Prozent auf 113.400 Kleinwagen. Mit der Entwicklung in der Markengruppe setzt sich der Negativtrend der vergangenen Monate fort. Wegen der Absatzflaute hat sich Daimler auch schon von den Verkaufszielen für das Gesamtjahr verabschiedet. Nach Angaben von Vorstandschef Dieter Zetsche wird bei Mercedes-Benz Cars das Ziel nicht erreicht, den Absatz von 1,3 Millionen Fahrzeugen im Vorjahr zu übertreffen. (dpa)
Daimler: Kräftige Bremsspuren beim Absatz
Mercedes-Benz verbuchte im Oktober einen Rückgang um mehr als ein Fünftel auf 82.500 Wagen. Der Kleinwagen Smart erfreute sich dagegen weiterhin großer Beliebtheit.