7-Tage-Rückblick
WEITERE AKTUELLE NACHRICHTEN
Die Zukunft der deutschen Kroymans-Autohäuser – im Bild der im September 2008 neu eröffnete Standort in München-Ost – ist ungewiss.
Kurswechsel
Kroymans zieht sich aus Deutschland zurück
Die niederländische Kroymans Corporation will sich künftig auf das Auto-Geschäft in seinem Heimatmarkt konzentrieren und im Zuge dessen Deutschland den Rücken kehren. Wie die Handelsgruppe am Mittwoch in Hilversum mitteilte, werden die Retail-Unternehmen, die nicht mehr dem Kern von Kroymans zugerechnet werden, größtenteils "desinvestiert". Auch in Deutschland würden Gespräche mit Kauf-Interessenten geführt. Hierzulande will Kroymans aber "mehrere strategische Optionen sondieren". Erste Entscheidungen seien 2009/10 zu erwarten. Weitere Details waren vor Redaktionsschluss nicht bekannt. Angesichts der schwierigen Marktlage hatte Kroymans bereits im vergangenen Jahr alle Aktivitäten auf den Prüfstand gestellt. Nun sei das Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass die Fokussierung auf Import, Vertrieb, Vermarktung und Verkauf von Automobilen in den Niederlanden mittel- und langfristig die größte Zukunftsperspektive biete, hieß es. Als Folge der Kurskorrektur stellt die Gruppe auch den Europa-Import der GM-Marken Cadillac, Corvette und Hummer ein. Dieses Engagement werde "im beiderseitigen Einvernehmen mit General Motors allmählich und behutsam an den Hersteller übertragen". Der Wechsel werde voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres vollzogen. Noch Mitte Dezember 2008 hatte Kroymans gegenüber AUTOHAUS Online Gerüchte dementiert, wonach sich das Unternehmen von den GM-Marken verabschieden will. Finance-Bereich bleibt unangetastet Betroffen von der Neustrukturierung sind den Angaben zufolge auch die Logistik- und Ersatzteil-Firmen Sator, Lasaulec, Stertil, Stedall und Stokit, die künftig der Kroymans-Industrietochter "Citadel Enterprises" angegliedert werden. Der Geschäftsbereich "Leasing & Finance" soll dagegen seine unabhängigere strategische Positionierung beibehalten und weiter mit den Automotive- und Equipment-Unternehmen von Kroymans zusammenarbeiten. Die Kroymans Corporation ist 2001 mit der Übernahme der Firma A.R.M.-Stokvis entstanden. 2007 erwirtschaftete die Gruppe erstmals einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr zählte das Imperium 120 Firmen, darunter 50 Autohäuser. In Deutschland betreibt Kroymans 19 Autohäuser in Berlin, München und dem Ruhrgebiet. Dort werden 17 Marken – von Alfa Romeo bis Volvo – vertrieben. (rp)
Copyright © 1998 - 2012 AUTOHAUS online
(Foto: Kroymans)
| Zurück | Artikel bookmarken | Kommentar abgeben | Artikel drucken | Newsletter-Abo | Heft-Abo |
WEITERE INFORMATIONEN
Verwandte Themen
- Wellergruppe verbucht Umsatzplus
- Handelsgruppen schließen Standorte
- Kroymans steht zu GM-Marken
- Porsche Holding mächtigste Händlergruppe
- Kroymans krempelt deutsche Tochter um
- Kath-Gruppe treibt Expansion voran
- Kroymans bekommt neuen Chef
- Kroymans Deutschland will weiter expandieren
- Kroymans stärkt Standort Berlin
- Handelskooperation mit Kroymans ausgebaut










