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Chrysler
Künftig keine Dieselmotoren von VW
Der amerikanische Autobauer Chrysler will künftig keine Dieselmotoren mehr von Volkswagen beziehen. "Heute kaufen wir unsere Diesel-Motoren noch von Mercedes, der GM-Tochter VM Motori und VW ein", sagte Chrysler-Entwicklungschef Frank Klegon dem Magazin "auto motor und sport". "Der Vertrag mit VW wird allerdings in Kürze auslaufen und nicht verlängert. Wir wollen unsere Bezugsquellen konsolidieren." Im vergangenen Jahr bezog Chrysler den Angaben zufolge rund 40.000 Selbstzünder bei VW, rund 43.000 bei Mercedes und 55.000 bei VM Motori, die in verschiedenste Chrysler-Modellen eingebaut wurden. Nach Informationen des Magazins soll das Auftragsvolumen von VW künftig überwiegend von Mercedes geliefert werden. Die Stuttgarter würden damit die Lieferung von Dieselmotoren an Chrysler fast verdoppeln. Ein Daimler-Sprecher wollte die Meldung jedoch nicht kommentieren. Trotz des Verkaufs der Chrysler-Mehrheitsanteile von Daimler an den Finanzinvestor Cerberus werde die Kooperation von Mercedes und Chrysler weiter intensiv genutzt, erklärte Klegon. "Wir werden die gute Zusammenarbeit mit Mercedes auch in Zukunft fortführen – unter anderem in den Bereichen Brennstoffzelle, Diesel-Motoren und Benziner-Entwicklung. Bei den Themen Elektronik und fortgeschrittene Sicherheit bleiben wir Abnehmer für Mercedes-Entwicklungen." Auch bei einzelnen Modellen sei die Kooperation durch die gemeinsame Nutzung von Komponenten sehr eng, sagte der Entwicklungschef. "Wir werden uns keine kompletten Fahrzeugarchitekturen mit Mercedes teilen, aber Modelle wie etwa der Nachfolger des Jeep Grand Cherokee und Mercedes M-Klasse werden auf viele gemeinsame Komponenten zurückgreifen, wie etwa die Achsen. Wir prüfen die Komponenten, die wir gemeinsam nutzen können, von Fall zu Fall. Schiebedächer sind ein Beispiel für ein Teil, das wir global gemeinsam einkaufen." (dpa)
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