7-Tage-Rückblick
WEITERE AKTUELLE NACHRICHTEN
KÜS-Geschäftsführer Peter Schuler geht weiterhin "eigenständige Wege im Sinne höchstmöglicher Neutralität und Objektivität".
Qualitätskontrollen
KÜS erteilt der Eigenüberwachung der Überwacher eine endgültige Absage
Das Thema war so brandaktuell, dass es am Dienstag nicht einmal auf der Tagesordnung der KÜS-Pressekonferenz stand und auch Unternehmenssprecher Hans-Georg Marmit noch keine Zeit gefunden hatte, um eine offizielle Presseverlautbarung zu verfassen: KÜS-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Peter Schuler umschrieb es eingangs seiner Rede deshalb allgemein zunächst mit "Qualitätsoffensive der KÜS". Im Kern der Sache schließlich liegt aber eine Menge an Brisanz, die Schuler erst zum Ende der Pressekonferenz auf Nachfrage aus dem Journalisten-Auditorium endgültig auflöste, als er danach gefragt wurde, was denn andere Prüforganisationen auf diesem Gebiet tun würden.
Ohne den "Verein für Qualitätsmanagement in der Fahrzeugüberwachung e.V." dabei namentlich zu nennen, sprach er davon, dass "Wettbewerber einen Qualitätsverein gegründet haben, um gleiche Maßnahmen durchzuführen". In der Öffentlichkeit würde gerne kolportiert, so Schuler, "dass die KÜS hier ausgetreten sei". Das sei aber nicht der Fall, da die KÜS "dort noch nie Mitglied" gewesen sei. Den Grund dafür nannte er mit offenen, deutlichen Worten: "Weil wir uns einer derartigen, zentralen Stelle verweigern und weil wir der Meinung sind, dass es Kartell- und Datenschutzbedenken gibt, die durch Nachfragen des Bundeskartellamtes auch nachgewiesen sind. Und zum Dritten, weil ich für die Freiheit, Unabhängigkeit und Neutralität der KÜS-Partner eintrete und sage: Wir wollen uns hier nicht unseren Wettbewerbern unterwerfen."
Bei diesem "Gegenkonstrukt" sei es so, "dass hier lediglich Überwacher Mitglied sind. Hier überwachen sich also die Überwacher selbst". Nach Ansicht Schulers sei das "nicht unbedingt ein idealer Schritt", weshalb man eine breitere Basis und damit eine größere Unabhängigkeit und Neutralität gesucht habe.
KÜS initiierte das "Deutsche Institut für Qualitätsförderung"
Bereits im Jahr 2009 habe die KÜS deshalb eine Initiative gestartet, um "eine weitere unabhängige und neutrale Institition für qualitätsfördernde Maßnahmen ins Leben zu rufen". Daraus entstand "mit Hilfe der KÜS" schließlich im Saarland das "Deutsche Institut für Qualitätsförderung", kurz DIQ, das 2010 auch als Verein eingetragen wurde und seinen Sitz in Saarbrücken hat. Neben Wirtschaftsunternehmen gehören dem DIQ als Mitgliedsunternehmen u.a. die Hochschule Kaiserslautern an, in Form von natürlichen Personen sind es nach den Worten Schulers Hochschulprofessoren sowie Fachleute im Bereich Wirtschaft, Wissenschaft und Qualitätsmanagement.
Neben dem Bereich der Fahrzeugüberwachung sei dieses Institut auch in anderen Bereichen der qualitätssichernden und -fördernden Maßnahmen tätig, die Ausweitung auf verschiedenste Fachgebiete sei in vollem Gange. "Für uns als KÜS ist aber entscheidend, dass das DIQ einen Fachausschuss für Fahrzeugüberwachung in seiner Struktur aufzuweisen hat", so der ÜO-Chef.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Aufgaben und Ziele des DIQ
Copyright © 1998 - 2012 AUTOHAUS online
(Foto: Presse+PR Pfauntsch)
| Zurück | Artikel bookmarken | Kommentar abgeben | Artikel drucken | Newsletter-Abo | Heft-Abo |










