Kunden kaufen im September weniger Neuwagen

16.10.2007 11:47 Uhr
Der europäische Automarkt ist im September nach zwei Monaten im Plus wieder geschrumpft.

Europäischer Automarkt im September nach zwei Monaten im Plus wieder geschrumpft

Der europäische Automarkt ist im September nach zwei Monaten im Plus wieder geschrumpft. In dem Berichtsmonat seien in den Staaten der EU sowie der EFTA (Norwegen, Schweiz und Island) insgesamt 1,42 Mio. Pkw neu zugelassen worden, 1,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag in Brüssel mit. Im Juli und August hatte es noch deutliche Zuwächse von 7,4 bzw. 2,5 Prozent gegeben (wir berichteten). Kumuliert liegt die Zahl der Neuanmeldungen laut Verband nach den ersten neun Monaten mit 12,25 Mio. noch leicht über Vorjahr (plus 0,8 Prozent). Einbußen mussten im September vor allem der deutsche und der spanische Automarkt hinnehmen: Hier gingen die Neuzulassungen um elf bzw. 7,5 Prozent zurück. Besser lief der NW-Verkauf indes in Frankreich (plus 3,2 Prozent) und Großbritannien (plus 1,3 Prozent). Unter den neuen EU-Ländern stachen Litauen und Bulgarien mit Steigerungen von knapp 40 bzw. 27 Prozent hervor. Schlechter als der Markt entwickelte sich im September den Angaben zufolge die Volkswagen-Gruppe, deren Absatz um 6,8 Prozent zurückging. Lediglich die spanische Tochter Seat konnte europaweit zulegen (plus 4,1 Prozent); Audi verlor 7,2 Prozent, Skoda sogar 11,4. Der Marktanteil des Wolfsburger Konzerns fiel von 19,3 auf 18,3 Prozent. Gegen den Trend zugelegt haben Daimler (plus 5,7 Prozent) und die GM-Tochter Opel (plus 6,3 Prozent). Die Kleinwagen-Tochter Mini hievte die BMW Group in die schwarzen Zahlen (plus 3,7 Prozent), die Neuzulassungen der Kernmarke gingen dagegen um 2,4 Prozent zurück. Der Ford-Konzern behauptete sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Wieder auf Talfahrt in Europa ist Toyota (minus 7,2 Prozent). Auch PSA und Renault büßten teils kräftig ein. Von den Herstellern unter fünf Prozent Marktanteil stemmten sich vor allem Honda und Suzuki gegen die Markflaute. Sie verbuchten jeweils zweistellige Zuwachsraten (12,2 bzw. 11,5 Prozent). (rp) Weitere Details sind rechts in der Downloadbox abrufbar.

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