Die Landesregierungen der Opel-Standorte diskutieren angesichts der existenzbedrohenden Lage des Mutterkonzerns GM über eine Beteiligung an den deutschen Opel-Werken. Es habe bereits mehrere Gespräche zwischen den Ländern unter Beteiligung der Bundesregierung gegeben, verlautete am Montag aus Regierungskreisen Nordrhein-Westfalens. Dabei sollen alle Möglichkeiten der Hilfe erwogen worden sein - einschließlich von Landesbeteiligungen zur Verbesserung der Eigenkapitalbasis von Opel. Allerdings würden mildere Optionen wie die seit Monaten ins Auge gefassten Staatsbürgschaften bevorzugt. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) sagte der dpa, es gebe "konstruktive Gespräche mit dem Ziel eines gemeinsamen Vorgehens des Bundes und der Bundesländer mit Opel-Standorten, um Arbeitsplätze zu sichern". Damit solle sichergestellt werden, dass die Hilfe ausschließlich den deutschen Standorten von Opel zugutekomme. Die "Westdeutschen Allgemeine Zeitung" (WAZ/Montag) hatte berichtet, die Landesregierungen arbeiteten an einem Modell zur Herauslösung der Opel-Werke aus dem angeschlagenen US-Konzern General Motors (GM). Dabei spielten auch Überlegungen zu Landesbeteiligungen an Opel eine Rolle, die allerdings von der in Nordrhein-Westfalen mitregierenden FDP abgelehnt würden. GM braucht dringend neue Hilfen Die Opel-Mutter GM braucht nach einem Zeitungsbericht in den USA dringend neue Hilfen von rund fünf Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro). An diesem Dienstag muss der Autobauer in Washington ein Sanierungsprogramm voraussichtlich mit Personalabbau und Werksschließungen präsentieren, um neue Staatsmittel zu bekommen.
Trennung von GM: Länder diskutieren Einstieg bei Opel
Laut einem Medienbericht entwickeln die Landesregierungen derzeit einen Plan zur Herauslösung des Herstellers aus dem GM-Mutterkonzern. Die Opel-Betriebsräte lehnen die GM-Restrukturierungspläne indes ab.
Striker