Trennung von GM: Länder diskutieren Einstieg bei Opel

16.02.2009 17:30 Uhr
Laut Medien entwickeln die Landesregierungen einen Plan zur Herauslösung aus dem GM-Mutterkonzern.
© Foto: Rainer Dietrich/ddp

Laut einem Medienbericht entwickeln die Landesregierungen derzeit einen Plan zur Herauslösung des Herstellers aus dem GM-Mutterkonzern. Die Opel-Betriebsräte lehnen die GM-Restrukturierungspläne indes ab.

Die Landesregierungen der Opel-Standorte diskutieren angesichts der existenzbedrohenden Lage des Mutterkonzerns GM über eine Beteiligung an den deutschen Opel-Werken. Es habe bereits mehrere Gespräche zwischen den Ländern unter Beteiligung der Bundesregierung gegeben, verlautete am Montag aus Regierungskreisen Nordrhein-Westfalens. Dabei sollen alle Möglichkeiten der Hilfe erwogen worden sein - einschließlich von Landesbeteiligungen zur Verbesserung der Eigenkapitalbasis von Opel. Allerdings würden mildere Optionen wie die seit Monaten ins Auge gefassten Staatsbürgschaften bevorzugt. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) sagte der dpa, es gebe "konstruktive Gespräche mit dem Ziel eines gemeinsamen Vorgehens des Bundes und der Bundesländer mit Opel-Standorten, um Arbeitsplätze zu sichern". Damit solle sichergestellt werden, dass die Hilfe ausschließlich den deutschen Standorten von Opel zugutekomme. Die "Westdeutschen Allgemeine Zeitung" (WAZ/Montag) hatte berichtet, die Landesregierungen arbeiteten an einem Modell zur Herauslösung der Opel-Werke aus dem angeschlagenen US-Konzern General Motors (GM). Dabei spielten auch Überlegungen zu Landesbeteiligungen an Opel eine Rolle, die allerdings von der in Nordrhein-Westfalen mitregierenden FDP abgelehnt würden. GM braucht dringend neue Hilfen Die Opel-Mutter GM braucht nach einem Zeitungsbericht in den USA dringend neue Hilfen von rund fünf Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro). An diesem Dienstag muss der Autobauer in Washington ein Sanierungsprogramm voraussichtlich mit Personalabbau und Werksschließungen präsentieren, um neue Staatsmittel zu bekommen.

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KOMMENTARE

Striker

17.02.2009 - 09:19 Uhr

Herzlich willkommen bei VEB Automobilwerke Rüsselheim. Was soll das denn jetzt werden? Waren die staatlichen Hilfen für Banken zwar nicht schön, aber systembedingt begründbar, werden jetzt schon normale Unternehmen subventioniert. Ginge GM in die Insolvenz, sollte auch Opel diesen Weg gehen. Aus der Insolvenz heraus kann dan ein starkes neues Unternehmen ohne den Ballast der Altlasten geschaffen werden. Allein ist so ein Unternehmen ohnehin nicht überlebensfähig, selbst wenn es in einem Verbund mit Saab, Vauxhall und Holden geführt würde. Dazu fehlt es an kritischer Größe, ein Zusammengehen mit einem anderen Konzern ist sowieso erforderlich. Was maßen sich die Poliheinis in Berlin und den Bundesländern eigentlich noch alles an? Haben die nichts zu tun?


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