Ohne die Umweltprämie hätte die Bilanz der Branche im ersten Quartal 2009 dramatisch anders ausgesehen. Dieses Fazit zieht der Verband des Kfz-Gewerbes Nordrhein-Westfalen nicht zuletzt auch im Hinblick auf die negativen Medienberichte und Reaktionen von Mitgliedsbetrieben in jüngster Zeit. Klagen über schleppende Prämienauszahlungen, über Umsatzrückgänge bei Gebrauchtwagenhändlern und freien Werkstätten sowie über die Vernichtung von Werten hätten die Umweltprämie zunehmend in ein schlechtes Licht gerückt. Dagegen hält der Verband, dass die Prämie vielen Autohäusern kurzfristig das Überleben gesichert habe. Die Wirtschaftskrise hätte ohne die staatliche Förderung den Automobilhandel stark getroffen, der Privatmarkt wäre eingebrochen. Durch die Prämie habe man Bestände abverkaufen können und durch die Subventionierung neue Kundengruppen für Neuwagen erschlossen. Zudem habe der Run auf das Prämiengeld auch bei vielen Autofahrern, die kein Altauto hatten, eine positive Kaufstimmung ausgelöst. Dass die Umweltprämie das gesamte Preisgefüge auf dem GW-Markt durcheinander gewirbelt habe, ist nach Meinung des Landesverbandes nur eine Momentaufnahme. Das Segment der Fahrzeuge, die acht Jahre und älter sind, umfasse einen Bestand von rund 24,6 Millionen Autos. Maximal zwei Millionen verschrotete Autos würden hier nicht dauerhaft ins Gewicht fallen. Der Verband glaubt, dass nach Ende der Umweltprämie gerade preisattraktive Gebrauchtwagen zunehmend ins Bewusstsein der Verbraucher zurückehren werden. (se)
Kfz-Gewerbe: Landesverband NRW lobt Umweltprämie
Zunehmend sind Klagen über Probleme in Verbindung mit der Umweltprämie zu hören. Der Landesverband NRW hält dagegen: Ohne die Umweltprämie hätte die Bilanz im ersten Quartal 2009 dramatisch anders ausgesehen.
Heinz Kretschmer