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Lachende und weinende Gesichter bei Seat und Skoda.
Licht und Schatten bei Skoda und Seat
Skoda macht dem Mutterkonzern VW weiter Freude, Seat hingegen Sorgen. Während die tschechische Tochter im vergangenen Jahr erneut einen Rekordgewinn erzielte, blieb der spanische Autohersteller in den roten Zahlen, auch wenn der Verlust mit 49 Mio. Euro im Jahresvergleich um gut ein Fünftel gedrückt wurde. Skoda steigerte dagegen den Gewinn um 40 Prozent auf elf Mrd. tschechische Kronen (390 Mio. Euro). Der seit Oktober amtierende Seat-Chef Erich Schmitt wies erneut Spekulationen zurück, VW wolle sich angesichts schlechter Ergebnisse von seiner spanischen Tochter trennen: "Wir wollen weiter in die Zukunft von Seat investieren und alles tun, um die Marke zu stärken und auszubauen." Skoda, seit 1991 Teil des Wolfsburger VW-Konzerns, übersprang im vergangenen Jahr die Marke von 500.000 verkauften Fahrzeugen. Mit rund 550.000 Autos wurden 11,7 Prozent mehr ausgeliefert als 2005. Seat steigerte den Absatz um 1,9 Prozent auf 430.000 Autos. Die Produktion stieg um 6,1 Prozent auf etwa 408.000 Stück, während die Kapazität des Werks in Martorell bei Barcelona bei rund einer halben Mio. Autos liegt. Der Skoda-Umsatz stieg um 8,7 Prozent auf 203,7 Mrd. Kronen (7,2 Mrd Euro). In Deutschland steigerte Skoda seinen Marktanteil von 3,1 auf 3,4 Prozent. "Im laufenden Jahr wollen wir die Produktion auf 600.000 Fahrzeuge steigern", sagte Vorstandschef Detlef Wittig. Das Unternehmen wolle 2007 seine Marktposition in Europa festigen und zudem seine Kapazitäten vor allem in China, Russland und Indien ausbauen. Für diese "wirklich interessanten Zukunftsmärkte" erwägt Skoda derzeit die Produktion besonders preiswerter Autos. Als mögliches Beispiel nannte Wittig vor kurzem das zwischen 7.000 und 8.000 Euro teure Konkurrenzprodukt Dacia Logan: "Der Preis ist das Wichtigste, der zweite Faktor ist die Größe." Wie gut ist der Zukunftsplan? Seat steigerte die Erlöse um 5,8 Prozent auf knapp 5,9 Mrd. Euro. "Dies ist ein deutliches Zeichen, dass Seat quantitativ sowie qualitativ wächst und ein Unternehmen auf dem Weg der Besserung ist", sagte Schmitt. "Noch können wir aber mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein." Im Jahr 2008 werde Seat in die Gewinnzone zurückkehren. Er glaube daran, Seat nachhaltig erfolgreich machen zu können. Daher werde er auch seinen Posten im Audi-Vorstand niederlegen, ergänzte der 60-Jährige. Für Seat sei ein Zukunftsplan entwickelt worden, der Anfang März dem VW-Aufsichtsrat vorgelegt werden solle. Eckpfeiler seien u.a. eine systematische Erweiterung der Produktpalette und die Kostenoptimierung. Auch müsse die Marke Seat international bekannter gemacht werden. Presseberichte, Seat wolle zwischen 500 und 1.000 weitere Mitarbeiter entlassen, wies Schmitt als Spekulation zurück. Das Unternehmen hatte bereits Ende 2005 rund 1.000 Stellen gestrichen. (dpa)
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(Foto: Seat/Skoda/iStockphoto/AHO-Montage)
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