Freitag, 25.05.2012
03.08.2009
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Zeitung

Macht von Porsche und Piëch sinkt

Die Macht der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch wird nach Informationen des "Wirtschaftswoche" in dem neuen Großkonzern VW/Porsche sinken. Wie das Magazin in seiner Montagausgabe berichtet, könnten die hohe Schuldenlast und der damit einhergehende starke Wertverlust des Sportwagenbauers dazu führen, dass die Familien nur noch knapp 40 Prozent statt wie geplant rund die Hälfte der Anteile halten werden. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) plant nach dem Bericht, zusammen mit dem Emirat Katar eine knappe Mehrheit an dem Konzern zu erringen, um so die Familien zu übertreffen. Eine Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung dementierte am Sonntagabend den Bericht. Das Land Niedersachsen strebe eine faire Partnerschaft mit den Familien Porsche und Piëch an. Das Land hält derzeit 20 Prozent der VW-Anteile und hat damit eine Sperrminorität bei wichtigen Entscheidungen. Laut "Wirtschaftswoche" soll nach dem Plan Katar künftig 19,5 Prozent an Volkswagen besitzen, die restlichen Anteile wären in Streubesitz. Wulff gehe davon aus, dass den Eigentümerfamilien maximal 39,5 Prozent der Anteile bleiben werden. Er wolle sich deshalb eine Aktie mehr sichern, um zusammen mit Katar eine knappe Mehrheit zu haben. Porsche könnte Leasinggeschäft verkuafen Unter Berufung auf Unternehmenskreise schreibt das Magazin weiter, Porsche müsse wegen seiner Milliardenschulden das Leasinggeschäft verkaufen. Es gebe bereits Überlegungen, dass die Volkswagenbank als Käufer bereit stehe. Diese Angaben wurden jedoch von Porsche bereits dementiert. Die Stuttgarter hatten vor wenigen Tagen einen Vorsteuerverlust von bis zu fünf Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2008/09 (31. Juli) angekündigt (wir berichteten). Grund sei die Abwertung der Optionen auf VW-Aktien, um diese besser verkaufen zu können. Aus dem geplanten Verkauf der Optionen an Katar erwartet Porsche frische Barmittel in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro. Die Stuttgarter drücken Schulden von elf Milliarden Euro. (dpa)

 
 
 
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