BMW denkt einem Pressebericht zufolge an den Verkauf von Motoren an andere Hersteller. Vorstandschef Norbert Reithofer sehe darin eine Möglichkeit, dem Konzern neue Erlösquellen zu erschließen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag. Ein Sprecher des Unternehmens wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. BMW arbeitet derzeit an einem langfristigen Strategieprogramm, bei dem alle Geschäftsfelder auf ihr künftiges Potenzial hin untersucht werden. Bereits seit Mitte 2005 kooperieren PSA Peugeot Citroën und BMW beim Bau kleiner Benzinmotoren für die Modelle von Peugeot, Citroën und Mini. Die Zusammenarbeit, mit der die Partner offenbar zufrieden sind, umfasst die Entwicklung und Produktion von 1,6 Liter Benzinmotoren mit Turboaufladung. Die Leistungsdaten reichen von 55 kW (75 PS) bis zu 128 kW (175 PS). Die Hauptteile des Motors für alle drei Hersteller werden im PSA Werk im nordwestfranzösischen Douvrin gefertigt. Die Montage erfolgt getrennt: für PSA in Douvrin, für Mini im britischen Hams Hall. Ende 2006 hatten die beiden Konzerne eine Absichtserklärung zur Prüfung eines Ausbaus der Kooperation unterschrieben. Beide Unternehmen arbeiten demnach an einer Machbarkeitstudie für eine neue Vierzylinder-Benzin-Motorenfamilie. (pg)
Magazin: BMW erwägt Motoren-Verkauf an andere Hersteller
Konzernsprecher: Kein Kommentar / Kooperation mit PSA könnte vertieft werden