Freitag, 25.05.2012
30.04.2009
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Engagement

Magna-Chef will Opel "helfen"

Der Chef des Auto-Zulieferkonzerns Magna, Frank Stronach, hat erstmals öffentlich das Interesse seines Unternehmens an Opel erläutert. Es gehe ihm nicht um einen "Einstieg" in Rüsselsheim. Er wolle vielmehr "helfen", weil dies auch im Interesse seines Konzerns sei, sagte der 76-jährige Milliardär der in Graz erscheinenden "Kleinen Zeitung" (Online-Ausgabe/Mittwochabend). "Wir reden nicht von einem Einstieg, wir sagen, wir wollen helfen", betonte Stronach. "Wir beliefern Opel und es muss in unserem Interesse sein, dass es Opel gut geht." Magna sei für eine entsprechende Aktion finanziell gut aufgestellt. "Magna ist eine sehr gesunde Firma, wir haben ungefähr 1,5 Milliarden Dollar Bar-Reserven auf der Bank, da können wir ruhig in ein Geschäft hineingehen, ohne uns selbst zu gefährden", sagte Stronach, dessen Konzern in Deutschland allein mehr als 30 Werke hat. Opel will sich von seinem existenzbedrohten Mutterkonzern General Motors weitgehend lösen und sucht Investoren. Dabei ist der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna neben dem italienischen Autobauer Fiat ein chancenreicher Interessent. Die Bundesregierung fordert für mögliche Hilfen oder Bürgschaften allerdings von künftigen Investoren Garantien für Werke und Arbeitsplätze. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte berichtet, dass Magna ein "erstes interessantes Grobkonzept" für einen Einstieg bei Opel vorgelegt hat. In einem Zeitungsbericht hieß es, dass Magna mit russischen Partnern rund fünf Milliarden Euro zur Rettung von Opel aufbringen will. Magna-Chef Stronach rechtfertigte die mögliche Beteiligung von russischen Unternehmen an der geplanten Transaktion. "Russland könnte dabei auch eine Rolle spielen, dadurch könnte sich Opel dort den Markt sichern. Mit unserem Wissen und unseren Fähigkeiten könnten wir da Koordinatoren sein, das würde auch Österreich zugute kommen", sagte er der Grazer Zeitung. Es freue ihn, dass innerhalb von Opel sowie in der Berliner Regierung seinem Vorschlag Präferenz eingeräumt werde, betonte Stronach: "Ja, ich glaube, das ist jetzt langsam durchgedrungen, dass wir nicht gewerkschaftsfeindlich sind." Eine Arbeitsplatzgarantie auch für Jobs in Österreich könne er nicht geben. "Wir machen uns alle Sorgen. Es gibt keine Arbeitsplatzsicherung, niemand kann das garantieren, keine Regierung, keine Gewerkschaft, keine Firma, niemand." Schild fordert geordnetes Bieterverfahren Der Frankfurter IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild sprach sich unterdessen für einen vorläufigen Einstieg des Bundes und einiger Länder in eine neue Opel Europa AG aus. Dadurch könnte die Suche nach einem neuen Anteilseigner wesentlich ruhiger und effizienter organisiert werden als derzeit, sagte das Mitglied des Opel-Aufsichtsrats in Frankfurt. Derzeit werde jeder Interessent, der seinen Kopf aus dem Sand strecke, sofort öffentlich zerredet. In einem geordneten Bieterverfahren könne zudem ein höherer Preis für die Opel-Beteiligung erzielt werden, meinte der Metaller. Für den Staat werde sich der vorübergehende Einstieg so zu einem gewinnbringenden Geschäft entwickeln. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

04. Mai 2009 15:06
Alfons Niedermayr meint:
Opel darf nicht sterben!

Die Marke Opel ist ein Kulturgut!Opel darf daher nicht sterben! Wer ist wirklich in der Lage, Opel zu helfen?
Fiat?, VW?,Renault?, Peugeot?,Citroen?,Mahindra?, usw. Nüchtern betrachtet passt eigentlich keiner der bekannten Hersteller zu Opel(gleiche oder ähnliche Fahrzeuge).
Die Fa Magna: Frank Stronach hat den Konzern in Canada, USA, Austria usw. von Null weg aufgebaut. Mit rund 76.000 Mitarbeitern ist dieses Unternehmen nicht nur profitabel, sondern auch finanziell in der Lage, diese Kraftanstrengung zu meistern.Volle Unterstützung für den
Fracy Boy!
PS:Franz wanderte mit 20 Jahren nach Canada aus und begann als Einmann Unternehmer (Beruf: Wekzeugmacher).


30. April 2009 20:23
"AutohausScout" meint:
Hoffentlich irre ich mich - der Gedanke es werden sich auf diesen Artikel hin wieder die Spezialisten zu Wort melden, die ganz genau wissen wie ein Milliadär tickt - diesen Gedanke werde ich nicht los. "Dieser 76-jährige Unternehmer behauptet: er wolle helfen, das gibt doch nicht, der will doch nur ein Schnapp machen, dem sind doch Umsätze wichtiger als die Lohn-und Gehaltsempfänger, der kümmert sich um alles andere nur nicht um uns... oder, oder, oder..."

Meine ganz persönliche Bitte an einen Unternehmer, der einer vom Aussterben bedrohten Art zu sein scheint,

Bitte, Sehr geehrter Herr Stronach, führen Sie die Verhandlungen zum Erfolg, dies würde der Automobilindustrie gut tun und dem Autohandel zu wünschen.
Ich wäre bereit den Automobilverkäufern zu helfen bessere Verkäufer zu sein, zu bleiben oder zu werden.
(Verkäufer, die so gut bleiben wollen wie sie sind, sind in Wirklich- keit nicht gut.)
Mein Adresse ist der Redaktion bekannt.

Mit freundlichem Gruß
"AutausScout"


30. April 2009 15:32
Keine Arbeitsplatzgarantie? meint:
Wie soll den eine Arbeitsplatzgarantie funktionieren?
Die ganze Welt ist momentan völlig durcheinander.
Der Mann hat einfach nur Recht.
Ein Einstieg bei Opel durch einen Zulieferer mit anerkannt hohem Knowhow und Netzwerken auf der ganzen Welt, was will man in Rüsselsheim mehr.
Es wird Köpfe kosten, aber nicht alle. Der Großteil wird, wahrscheinlich mit niedrigeren Löhnen/Gehältern als bisher, weiter für Opel arbeiten können.
Alle die aufheulen, fragt mal bei euren Verkaufs- und Servicepartnern wie denn so die Bezahlung und Stundenleistung ist.

Seid froh, dass es weitergeht.

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