Für den gescheiterten Opel-Käufer Magna International sieht es trübe aus. Der Einbruch der Autoverkäufe führte auch im Schlussquartal zu einem Verlust bei dem Zulieferer. Das kanadisch-österreichische Unternehmen verlor nach Angaben vom Donnerstag unterm Strich 139 Millionen Dollar. Vor einem Jahr hatte das Minus bei 148 Millionen Dollar gelegen. Seitdem haben die Autoverkäufe zwar wieder leicht angezogen und der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Doch Magna muss die Spätfolgen der Krise verdauen: Das Unternehmen hatte seine Produktion zurückgefahren, um sich den neuen Bedingungen anzupassen. Dieser Umbau geht ins Geld. Im Gesamtjahr summiert sich der Verlust auf fast eine halbe Milliarde Dollar, der Umsatz brach um 27 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar ein. Im laufenden Jahr soll es wieder aufwärts gehen, ohne allerdings an die Boomzeiten anknüpfen zu können. Das Magna-Management rechnet damit, zwischen 19 und 20 Milliarden Dollar umsetzen zu können. Ob auch ein Gewinn herausspringt, blieb offen. Magna hatte über Monate hinweg als fast sicherer neuer Investor für Opel gegolten. Dann aber machte die Opel-Mutter General Motors nach überstandener eigener Insolvenz eine Kehrtwende und will ihre deutsche Tochter nun selbst sanieren. Der größte US-Autobauer und Opel zählen aber weiterhin zu den wichtigsten Kunden von Magna. Das österreichisch-kanadische Unternehmen gehört zu den Schwergewichten der Branche und ist auch in der Fahrzeugfertigung tätig. (dpa)
Bilanz 2009: Magna macht Miese
Nach einem schwachen Schlussquartal summierte sich der Verlust des kanadisch-österreichischen Autozulieferers 2009 auf fast eine halbe Milliarde Dollar. Die Erlöse brachen wegen der Autokrise um 27 Prozent ein. In diesem Jahr soll es aber wieder aufwärtsgehen.