Freitag, 25.05.2012
21.04.2008
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Autoparty in Beijing

"Man wächst einfach mit"
von Ralph M. Meunzel

Nirgendwo ist es derzeit leichter Autos zu verkaufen als in China. Während die Triade USA, Japan und Europa weiter schwächelt und Indien noch nicht so weit ist, startet China durch. "Man wächst einfach mit", erklärte dazu ein europäischer Automanager. Nur sechs von 100 Chinesen besitzen derzeit ein Automobil, das ändert sich allerdings rasant. Die Wirtschaft boomte auch im ersten Quartal um mehr als zehn Prozent. Es wird also Geld verdient. Viele Käufer wollen das Abenteuer Autokauf zum ersten Mal erleben – nicht alle können es sich leisten. Dennoch ist die Begehrlichkeit immens. Davon kann man sich derzeit auf der Auto China 2008 im neuen Messegelände zu Beijing eindrucksvoll überzeugen. Auf der alle zwei Jahren stattfindenden Ausstellung präsentieren sich mehr Autohersteller als sonst wo. Auf 180.000 Quadratmetern stehen fast 900 verschiedene Modelle, davon 24 Asienpremieren und 55 Concept Cars. Die Pkw verteilen sich auf acht Hallen, die Lkw im Außenbereich. Die Beschallung auf dem Gelände kann dabei mit jeder Disko mithalten. Allein der Andrang an den Pressetagen am Sonntag und Montag war gigantisch. Dass es so viele Journalisten in China gibt? Über 2.000 Aussteller sind insgesamt in Peking vertreten. Alle wollen sich vom Kuchen ein Stück abschneiden. Besonders die chinesischen Marken ohne Joint Venture-Partner stellen eine Reihe neuer Modelle und Konzepte vor, die auch für den europäischen Markt interessant sein könnten. Man hat schnell dazugelernt. Auch wenn immer noch viel kopiert wird, haben gerade die chinesischen Marken inzwischen deutlich an Profil gewonnen, beispielsweise Chery, Geeley, BYD, Brilliance und Great Wall. Viele neue Autos "Made in China" haben nichts mehr mit den Blechkisten früherer Jahre gemein. Design, Anmutung und Qualität stimmen inzwischen. Im vergangenen Jahr wuchs der Pkw-Markt auf 5,5 Millionen Pkw. In diesem Jahr rechnen die Experten mit 6,2 Millionen. Bis 2015 wird mit einem Volumen von elf Millionen gerechnet, heißt es bei JD Power and Associates. Damit ist man zwar von den USA noch weit entfernt, platziert sich aber auf Dauer auf den zweiten Platz in der Welt. In den ersten beiden Monaten erreichte der Marktführer Volkswagen einen Marktanteil von 18 Prozent, gefolgt von GM mit zehn. Toyota kam auf neun Prozent. Auf Platz vier hat sich mit Chery der erste chinesische Anbieter etabliert (sieben Prozent). Geely sichert sich mit vier Prozent Position sieben. Die Stars der Auto China 2008 haben wir für Sie in einer Bildergalerie zusammengestellt.

 
 

BILDERGALERIE

 
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