Freitag, 25.05.2012
31.01.2006
Share |
 

Mangelhafte Bremsen führen am häufigsten zu Unfällen

Der Zustand der Bremsen an deutschen Kraftfahrzeugen bereitet der Dekra nach eigenen Angaben großes Kopfzerbrechen. Die Bremsanlage führe nicht nur bei der Hauptuntersuchung die Mängelliste an. Sie liege auch bei den Defekten, die für einen Unfall verantwortlich sind, an der Spitze, teilte die Prüfgesellschaft auf Basis einer Studie zur technischen Fahrzeugsicherheit mit. In der Untersuchung wurden fast 34 Mio. Kfz-Prüfungen sowie 15.000 Gutachten nach Unfällen und Verkehrskontrollen aus den Jahren 2001 bis 2004 ausgewertet. Nach Verkehrsunfällen stellten die Gutachter an 27 Prozent der untersuchten Pkw einen oder mehrere technische Mängel fest. Bei Nutzfahrzeugen wies mehr als jedes dritte, bei Zweirädern fast jedes zweite Fahrzeug teils gravierende Mängel auf. Zu einem Unfall führten am häufigsten Schäden an der Bremsanlage (45 Prozent), am Fahrwerk (24 Prozent) und an den Reifen (23 Prozent). Der Studie zufolge steigen außerdem mit zunehmendem Fahrzeugalter Zahl und Schwere der technischen Mängel erheblich an. Gleichzeitig erhöhe sich die Gefahr, dass der Pkw in einen schweren Unfall verwickelt wird. So habe ein neun bis elf Jahre alter Pkw ein rund dreimal so hohes Gefährdungspotenzial wie ein bis zu drei Jahre alter Wagen. Angesichts der zunehmenden durchschnittlichen Pkw-Nutzungsdauer von fast zwölf Jahren berge dies große Gefahren für die Verkehrssicherheit, hieß es. Reparaturen in Eigenregie sind der falsche Weg Nach Ablauf der Garantie- und Kulanzzeit werde immer seltener eine Werkstatt aufgesucht. "Die Mängel hätten vielfach vom Fahrer oder Halter erkannt werden können oder wären im Rahmen einer Inspektion in einer Fachwerkstatt oder bei einer Hauptuntersuchung entdeckt worden", sagte Jörg Ahlgrimm, Leiter Unfallanalytische Gutachten bei Dekra. Trotz aller Warnungen würden Arbeiten an der Bremsanlage häufig in Eigenregie durchgeführt, oft mit höchst zweifelhaftem Ergebnis. Die Studie mache deutlich, dass die Verantwortung für unfallrelevante Mängel an Bremsanlage und Reifen zum weitaus größten Teil bei den Haltern und Fahrern liegt. (rp)

 
 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 25. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute u.a.: Diskussion zur "Meister-HU", Elektroauto, Rabattschleusen und Rolf Leuchtenberger MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS/asp-Servicekongress: Die Zukunft der Dialogannahme

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Dialogannahme gewinnbringend organisieren! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr