Dienstag, 07.02.2012
23.10.2008
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Konfrontationskurs

Mazda bricht mit Händlerverband
von Doris Plate

Mazda Europa-Chef James Muir hat am Donnerstagvormittag dem Vorstand des Mazda-Händlerverbandes (MHV) mitgeteilt, dass ab sofort die Kommunikation mit diesem Gremium eingestellt wird: "Bei dieser Gelegenheit haben wir mitgeteilt, dass wir den MHV nicht länger als Gremium, das die Interessen des überwiegenden Teils der Mazda Vertragshändler repräsentiert, ansehen, und wir entsprechend ab sofort nicht mehr auf vom MHV initiierte Kommunikation oder Kontakte reagieren." Das geht aus einem Schreiben an die Mazda-Händler hervor, das AUTOHAUS Online vorliegt. Für die Vorstandsmitglieder des MHV war diese Aktion völlig unverständlich, weil seit vielen Jahren auf Arbeitskreisebene konstruktiv zusammengearbeitet wurde. "Gerade in der jetzigen Marktlage wirkt jede Störung der Kommunikation auch negativ auf die Motivation der Handelsbetriebe", erklärte dazu Verbandspräsident Werner Prange. Die Entscheidung sei nicht auf sachliche Probleme zurückzuführen, sondern politisch begründet und europaweit so getroffen worden. Gerade in den Bereichen Bank, Vorführwagen und Garantieabwicklung gebe es aber zum jetzigen Zeitpunkt viele Probleme, die gemeinsam gelöst werden müssten. Mazda teilte in dem Schreiben weiter mit, dass der Importeur beabsichtige, mit einem Händlerforum zusammenzuarbeiten, in dem "von der MMD (Mazda Motors Deutschland, Anm. d. Redak.)-Geschäftsleitung ausgesuchte erfolgreiche und angesehene Vertragshändler" vertreten sind. Diese sollten über nachweislich hervorragende Leistung und Managementkompetenz verfügen. "Wir gehen davon aus, dass die Prioritäten und Ansichten dieser ausgesuchten Vertragshändler sich mit denen des gesamten Vertragshändlernetzes decken sollten bzw. decken", so MMD. Auch in der Vergangenheit gab es schon so genannte "Elefantenrunden" oder "Kamingespräche". Nach Meinung des Händlerverbandes waren diese bisher nicht zum Vorteil der gesamten Händlerschaft. Der MHV will weiter die Interessen der Mitglieder vertreten und am 15. November in Fulda mit seinen Mitgliedern die weitere Vorgehensweise besprechen.

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

27. Oktober 2008 11:56
AHW meint:
Ja der Brecht, der hat schon Recht...

Mal sehen wer die britische Axt im Walde stoppt bzw. welche Händler sich auf seine Seite schlagen und DIE nachweisliche Managementkompetenz besitzen.
Diese Arroganz&Ignoranz -gerade in dieser Situation- ist wirklich unerträglich.
Weg mit der Axt und ran an den Tisch!


24. Oktober 2008 13:04
anderes fabrikat meint:
Die Lösung
Nach dem Aufstand des 17. Juni

Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands

In der Stalinallee Flugblätter verteilen

Auf denen zu lesen war, daß das Volk

Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe

Und es nur durch verdoppelte Arbeit

zurückerobern könne. Wäre es da

Nicht doch einfacher, die Regierung

Löste das Volk auf und

Wählte ein anderes?





(Bertolt Brecht, 1951)

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