23.08.2010
Autoreparaturen
Mazda testet virtuelles Teilelager
Auf deutlich kürzere Werkstattaufenthalte dürfen sich Kunden von Mazda freuen. Der japanische Automobilhersteller testet derzeit in einem Pilotprojekt ein virtuelles Teilelager, das die Verfügbarkeit von Ersatzteilen erhöht und somit die Wartezeit verringert.
Ist das benötigte Ersatzteil im zentralen Lager einmal nicht vorhanden, kann es über die offiziell "Bestellroutine/Parts Pool" genannte Anwendung in den Ersatzteilelagern der teilnehmenden Händler gesucht werden.
Für die Händler bedeutet das neue System laut Hersteller nur wenig zusätzlichen Aufwand, da alle dort gehandelten Teile in die bestehenden Zu- und Abbuchungsprozesse integriert werden. Nach Abschluss der derzeit laufenden Testphase wird das System ab Ende August bundesweit eingeführt. (mid/sta)
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(Foto: Mazda)
24. August 2010 10:47
U. Gnuschke meint:
@ Kai Schmitz:
Das habe ich schon richtig verstanden. Ähnlich wie über die Teilebörsen (H&W, HOTAS) kann das funktionieren. Nur wird dort Ungängiges meist mit Abschlägen verkauft, die Logostik bezahlt sich somit selber. Fraglich bleibt allerdings, wer bei Mazda den erhöhten Aufwand bezahlt. Der Kunde sicherlich nicht.
@Hartmut Röhl:
auch der freie Handel lagert nur gängige Sachen. Da sollte sich der GVA nicht überschätzen. Allerdings ist die Logistik der Industrievertretungen schneller und flexibler.
Fakt bleibt: Intelligente Lagerhaltung bleibt das A und O. Allerdings sollte man sich nicht nur auf die Systeme verlassen. Diese Erkenntnis hat sich bei mir in 30 Berufsjahren als "Lagerbulle" extrahiert.
Übrigens: Schön, dass sich die Thematik mal auf diese Plattform "verirrt". Denn im Aftersales wird das Geld verdient...
24. August 2010 10:10
Kai Schmitz meint:
Ich glaube hier haben einige Leser das Wort "virtuell" falsch interpretiert. Mazda bietet mit diesem System eine vereinfachte Bestellroutine, da es mehrere Lieferquellen abfragt und eine prozessoptimierte Bestell-/Lieferabwicklung bietet. So können evtl. Falschbestellungen oder Langsamdreher die im eigenen Lager Staub ansetzen an Kollegen geliefert werden, welche das Teil gebrauchen können!
23. August 2010 18:23
Uwe Brandstettner meint:
@ Gnuschke:
danke für die "Lanze". Vor allem bleibt doch auch noch die Frage offen, zu welchen Preisen dann unter den Kollegen berechnet wird.
Und was die "Fachkräfte" betrifft:
Ich bin ausgebildeter Tankwart und seit ca. 20 Jahren im Teiledienst. Ich behaupte noch immer, das was ich damals in der Berufsschule genoßen habe ist die optimale Ausbildung für den Lehrberuf des "Ersatzteil-Verkäufers", den es ja nicht gibt.
Die Automobil-Kaufleute zieht es doch fast alle in den Vertrieb, die ins Lager gewechselten Mechaniker, Mechatroniker etc. haben zwar das absolute Fachwissen über den Fahrzeug-Aufbau, aber leider oft nicht das nötige kaufmännische denken.
Leider, aber die Hoffnung auf Veränderungen bleibt.
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