Freitag, 25.05.2012
31.05.2010
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Die größten NW-Händler

Megadealer festigen Marktmacht

Die größten Autohandelsgruppen in Europa gehen gestärkt aus der Finanzkrise hervor. Trotz schlechter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hätten die Megadealer im vergangenen Jahr ihre Marktmacht gegenüber Autoherstellern und -importeuren weiter gefestigt, berichtete der Marktanalyst Autobiz auf Basis einer aktuellen Studie. Demnach verkauften die größten Gruppen im vergangenen Jahr insgesamt rund 3,5 Millionen Neuwagen. Das waren pro Unternehmen etwa 4.000 Autos mehr als 2008. Mit durchschnittlich 1,7 Milliarden Euro sei der Umsatz dieser Gruppen weitgehend stabil geblieben, hieß es.

Nach Verkaufszahlen ist die österreichische Porsche Holding GmbH dem "Autobiz Top 100 Guide" zufolge weiterhin unangefochten die mächtigste Autohausgruppe in Europa. Das Handelsunternehmen mit Sitz in Salzburg brachte 2009 rund 470.000 Neuwagen auf die Straße und verwies Emil Frey (190.000 Einheiten) und Penske (140.00 Stück) auf die Plätze. Von den deutschen Autohändlern platzierten sich 17 Betriebe auf der Hitliste, u.a. AVAG (Augsburg), Gottfried Schultz (Düsseldorf), Fahrzeugwerke Lueg (Bochum) oder Auto Weller (Osnabrück). Die in zahlreichen europäischen Ländern eingeführten Abwrackprämien spielten den Betrieben 2009 in die Karten.

Laut den Berliner Marktbeobachtern reagierten die Mega-Autohändler mit unterschiedlichen Maßnahmen auf die Krise. Viele Unternehmen nutzten in der Krise die Gunst der Stunde und kauften Vertriebsstandorte insolventer Autohäuser auf, um sich zu vergrößern. Andere Großhändler erweiterten ihr Markenangebot, so wie etwa der weltgrößte Opel-Händler, die Augsburger AVAG Holding AG. Dort wurde im Rahmen einer Diversifizierungsstrategie die Volumenmarke Ford mit aufgenommen, um die Auswirkungen der Opel/GM-Krise abzufedern (wir berichteten).

Risikoabsicherung mit chinesischen und "grünen" Marken

Als weitere Händler-Initiative hat Autobiz die Portfolio-Erweiterung in Richtung chinesischer Marken sowie umweltfreundlicher Fahrzeuge identifiziert. Die Schweizer Gruppe Emil Frey traf beispielsweise kürzlich eine Vertriebsvereinbarung mit der amerikanischen Hybrid-Sportwagen-Marke Fisker ein. Die britische Gruppe IM Group wird ab 2011 das China-Fabrikat Great Wall in den Ländern Estland, Lettland, Litauen vertreiben. (rp/mid/kosi)

Weitere Infos finden Sie zum Download unter diesem Artikel.

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

01. Juni 2010 18:13
Dieter M. Hölzel meint:
Wie wollen sich denn kleine Händler noch positionieren, wenn hinten
und vorne das Eigenkapital fehlt. Rechtzeitige Einsicht hätte viele
Insolvenzen verhindert, aber falscher " Ergeiz " gegen Megadealer
hat die Realitäten vernebelt. Die Pleiten von Kroymanns und MAG
ändern an dieser realen Einsicht auch nichts. Eine alte kaufmännische
Weisheit besagt, dass im Einkauf der Ertrag liegt, damit ist eigent-
lich alles gesagt. Daher wird die Umfrage um so unverständlicher,
dass kleine Händler sich besser positionieren könnten. Es ist wie das
" Pfeifen im finsteren Wald ", um die Angst zu überwinden.

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