Zwei von drei deutschen Autohändlern werden das laufende Jahr nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn mit Verlusten abschließen. Es gebe keinen, der im Neuwagengeschäft derzeit Geld verdiene, sagte ZDK-Verbandspräsident Robert Rademacher dem Magazin "auto motor sport". Für das kommende Jahr erwartet der Verband einen Rückgang der Neuzulassungen um zehn Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge. Das wäre der niedrigste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung, hieß es. 1989 seien allein in Westdeutschland mehr als 2,8 Millionen Neuzulassungen registriert worden. In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Montag) bezifferte Ford Deutschland-Chef Bernhard Mattes die im kommenden Jahr zu erwartende Zahl der Neuzulassungen auf "höchstens 3,1 Millionen". Der deutsche Markt steuere 2009 auf ein weiteres schwaches Jahr zu, sagte er. Bei einer Fortdauer der Absatzflaute könne Ford weitere Produktions- und Personalmaßnahmen nicht ausschließen. So habe das Unternehmen in Saarlouis 200 Zeitarbeitsverträge nicht mehr verlängert und die Zahl der Leiharbeiter in Köln um 300 Beschäftigte reduziert. Insgesamt senke der Autobauer die Produktion in diesem Jahr um knapp vier Prozent. (dpa) Ein ausführliches Interview mit ZDK-Präsident Robert Rademacher lesen Sie bei unserem Partnerdienst "asp Online".
Rademacher: Mehrheit der Händler in roten Zahlen
Nach Angaben des ZDK-Präsidenten werden zwei von drei Autohäusern in Deutschland das laufende Jahr mit Verlusten abschließen. Für 2009 erwartet der Verband einen Rückgang der Neuzulassungen um zehn Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge.