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Kommentare (7) 23. November 2012

HB ohne Filter vom 23. November 2012

Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: AUTOHAUS Vergütungsreport 2013, Freier Pkw- Markenhandel, Daimler mit China-Vorstand, A&W Marktrealitäten, Dudenhöffer - offen im Denken.

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19. November – Montag

AUTOHAUS Vergütungsreport 2013


Zum sechsten Mal legt AUTOHAUS seinen Vergütungsreport vor. Er ist einmalig in der Branche, sprich, es gibt nichts Vergleichbares. Dank gilt allen Autohäusern, die den aufwändigen Fragebogen bearbeitet haben sowie der FFS Bank, die hier wirkungsvoll als Co-Herausgeber in die Speichen griff.

Es ist gut zu wissen, dass ein Geschäftsführer im Autohaus monatlich rund 8.000 Euro verdient, wobei die Bandbreite von 1.800 Euro bis 16.500 Euro reicht. Ein Neuwagenverkäufer bringt monatlich rund 5.000 Euro nach Hause, ein Werkstattmeister 3.300 Euro, ein Serviceberater 3.500 Euro und ein Mechatroniker 2.500 Euro. Die Studie weist 26 verschiedene Positionen aus, trennt Deutschland West und Ost, städtische und ländliche Standorte sowie tarifgebundene und außertariflich organisierte Betriebe. Die Zahl der Autohäuser, die außertariflich bezahlen steigt, auch wenn die außertarifliche Bezahlung höher ausfällt. Die Studie kann über AUTOHAUS bezogen werden (Preis 199 Euro zzgl. MwSt. und Versand, Bestellnr. 225012): www.auto-business-shop.de/shop/themen/management/verguetungsreport-2013.html.

AUTOHAUS Vergütungsreport 2013

 

20. November – Dienstag

Freier Pkw- Markenhandel

Anton Donnerbauer und Hannes Falk von TOHA
Anton Donnerbauer und Hannes Falk von TOHA


Am vergangenen Freitag und Samstag trafen sich die Mitglieder des "Bundesverbandes der freien Kfz- Importeure" zu ihrem 20-jährigen Verbandsjubiläum in Stuttgart. Neben den Neuwagen-Internetbörsen sind sie bei der Vielzahl der Absatzkanäle offensichtlich Realität, sonst hätten sie nicht 20 Jahre überlebt. Die einen Freien Händler treiben regen Jungwagenimport, andere machen in EU-Neufahrzeuge, Mietwagen- und Leasingrückläufer, wieder andere haben markante Tageszulassungen, damit der Marktanteil im jeweiligen Lande trotz allem stimmig bleibt. Einige von ihnen sind stark filialisiert und richten ihre Offerten ausschließlich an Endkunden. Andere agieren ausschließlich für den Verkauf von Händlern zu Händler. B2B!

Diese Vermittler setzen auf kleinere und mittlere Automobilhändler, Markenhändler oder freie Händler, die beispielsweise ihren Handelsvertrag verloren haben und noch einen reinen Marken-Servicevertrag haben. Eine dominante Handelsmarke, die diese Zielgruppe hochprofessionell betreut, ist beispielsweise TOHA. TOHA offeriert als Novum den "Freien  Mehrmarken- Neuwagenhandel für Pkw und Nutzfahrzeuge" (Transporter). Nochmals, hier wird der Absatzkanal „Freier Mehrmarkenhändler für Pkw und Nutzfahrzeuge“ kultiviert. All jene Händler, die weder die Zeit, Know-how, Software noch die Beziehung für Auslandsquellen haben, können sich hier einer soliden und hochprofessionellen Handelsplattform bedienen. Sie haben die Chance, Neufahrzeuge sämtlicher Marken zu verkaufen. Für die Geschäftstätigkeit mit dem Kunden vor Ort liegt ein Neuwagenkonfigurator einmaliger Spitzenklasse vor. Überzeugen sie sich selbst unter www.autotoha.de. Man kann nur staunen, was hier im niederbayrischen Hinterschmiding die beiden Macher Anton Donnerbauer und Hannes Falk – siehe Abb. – mit ihrem Team entwickelt haben.

 

21. November – Buß- und Bettag

Daimler mit China-Vorstand


Auch auf dem chinesischen Markt hat die Nobelmarke Mercedes-Benz den Anschluss an die Wettbewerber BMW und Audi verloren. Der Hauptgrund liegt angeblich in den zwei unterschiedlichen Vertriebsorganisationen, die man – aus welchen Gründen auch immer – aufgebaut hat. Die suboptimale Aufstellung in China ist das eine. Wer aber meint, er müsse dort die S-Klasse mit Mammutnachlässen in den Markt pressen, sollte sich nicht wundern, dass das Leuchten des Sterns komische Züge kriegt und das Markenimage fürchterlich zu leiden hat.

VW macht mal wieder vor, wie "Das Beste oder nichts" gelingt. Sie haben den chinesischen Weltklassepianisten Lang Lang als Konzern-Markenbotschafter gewonnen. Da lässt Daimler immer noch Michael Schumacher und Boris Becker als Markenbotschafter rumlaufen. Sternenglanz! Konzernchef Zetsche sieht für 2012 einen Konzerngewinn von acht Milliarden Euro. Außerdem werden 2012 nochmals fünf Prozent mehr Autos als im Vorjahr verkauft. Da hat man natürlich Zeit, um beim Car Symposium 2013 bei Prof. Dr. Dudenhöffer als Keynotsprecher aufzutreten. "Das Beste oder nichts!" Die Konzern-Ergebnisdarstellung für das Ganze ist mal wieder ein klassisches Beispiel von statistischer Kosmetik. Wie sieht denn für Daimler die Ertragslage in Europa für 2012 aus? Schauen wir zu den Nachbarn: Wie sieht die Gewinnsituation bei BMW in Sachen Mini aus? Oder was verdient Wolfsburg mit Bugatti? Oder seinem Volkswagenwunder Phaeton in Dresden? Das wird alles gezielt unter der Decke gehalten. Daher, man muss schon immer hinter die nackten Zahlen schauen.

22. November – Donnerstag

A&W Marktrealitäten


Vergangene Woche fand in Wien von unserem befreundeten Magazin "A&W" ein hervorragender Kongress statt. Und das in der Nationalbiliothek. Chefredakteur Gerhard Lustig hat als Motto beistehenden Folder entwickelt.

A&W Grafik überlogener Markt

Er zeigt symbolisch Marktrealitäten in der Zulassungsstatistik auf. Schön, 20 Prozent – so seine Einschätzung – macht in Österreich der "überlogene Markt" aus. Wir würden sagen, der "überzogene Markt". Die entscheidende Größe für die handelnden Manager ist nach wie vor der Marktanteil pro Monat. Gut, eine Größe braucht man. Aber was sagt der Marktanteil für sich besehen letztlich aus? Es werden 20 Prozent Marktanteil künstlich gemacht, die in Wahrheit nur das Problem verlagern und immense Summen an Geld verschlingen. Außerdem wollen manche "Zahlendreher" nicht wahrhaben, dass sie von einem Marktrückgang betroffen sind. Man muss schon einmal die Frage stellen, was bei den 20 Prozent künstlichen Zulassungen tatsächlich noch verdient wird? Da meinte Prof. Dr. Willi Diez in einem Interview mit AUTOHAUS dieser Tage für 2013: "Lieber 2,9 Millionen echte Zulassungen, als 3,1 Millionen überzogene."

 

23. November – Freitag

Dudenhöffer - offen im Denken


Nachdem Prof. Dr. Dudenhöffer unbeirrbar an seinen Neuwagen-Rabattgelüsten festhält, sollte man da doch einmal der Art und Weise der wissenschaftlichen Erhebung diverser Werte nachgehen. Man besuche im Internet seine Homepage. Und wie kann es beim Slogan "Offen im Denken" anders sein, dass er bei seiner Mentalität gleich rechts oben an markantester Stelle einen Button "Car-Rabatt-Index" anbringt. Dudenhöffers bislang einziger "wissenschaftlicher" Branchenbeitrag. Beim Aufschlagen des Buttons erfährt man dann, wie monatlich die Rabatthöhen von Herrn Dudenhöffer ermittelt werden. Es sind die Durchschnittsrabatte, die er von vier Internetvermittlern zugespielt bekommt! So ist es da zu lesen. Das ergibt für Herrn Dudenhöffer die Berechnungsgröße für den durchschnittlichen Händlerrabatt. Das ist nicht nur schnoddrig, sondern wissenschaftlich schlichtweg unhaltbar.

Eigentlich müsste der Herr Professor sich nicht von seinen befreundeten Rabattschleuderervermittlern wie auch immer beliefern lassen, sondern Kunden, die einen Neuwagen im abgelaufenen Monat bei einem Händler gekauft haben, befragen. Und zwar nach dem dort tatsächlich erhaltenen Rabatt. Und das pro Marke. Aber doch nicht die Prozentangaben der Internetvermittler.

Ein Zweites. Natürlich interessieren bei einem Professor auch seine Publikationen. Schlägt man das bei Prof. Dudenhöffer als Universitätsprofessor nach, dann ist da außer einem eitlen Archiv, das alle Pressepublikationen zeigt, in denen er sich vorwiegend zu Rabattfragen äußert, nichts zu finden. Also, nichts mit Forschung. Öffentlichkeitswirksame Sensationslust pur. Das ist es dann.

 

Spruch der Woche:


"Car2go kann langfristig ein rentables Milliardengeschäft werden." (Dieter Zetsche, Konzernchef Daimler)

Mit meinen besten Grüßen und Wünschen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS

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7 Kommentare
1
Peter Kuhn
24.11.2012

Wusste gar nicht das in der Autobranche, sprich im Autohaus so gut verdient werden kann, so scheint mir z.B. Autoverkäufer ein echter Traumjob zu sein mit 5000 Euro und immer mit neuen Autos rumfahren.Wo kann man sich bewerben ?

2
Paul Bunke
23.11.2012

Sehr geehrter Herr Professor Brachat!Das öffentliche und populistische "Einschlagen" auf andere Personen und Institutionen beherrschen Sie ja in Perfektion - man möchte fast vom Geschäftsmodell "Hannes Brachat" sprechen. (Ich weiß, wovon ich rede und schreibe!!!)Natürlich bietet sich Prof. Dr. Dudenhöfer als Branchenfeind Nr. 1 dazu ideal an, um Beifall zu erheischen (worauf Sie ja besonders großen Wert legen!).Wenn Sie seine wissenschaftliche Qualifikation und Reputation so süffisant hinterfragen, drängen sich folgende Fragen auf:1. Wie sind Sie eigentlich zu Ihrer "Professur" an der HfWU gekommen? Offensichtlich nicht durch Promotion und Habilitation!2. Welche Privilegien (Vergütung, Beihilfe, Altersversorgung, Urlaub und "Narrenfreiheit") "genießen" Sie denn dort?3. Bei der Suche nach wissenschaftlichen Publikationen auf der Homepage der HfWU findet man zwar viele Fachbücher und Artikel, die vorzugsweise im "eigenen" Verlag veröffentlicht bzw. "verkauft" werden - welchen davon würden Sie selbst denn das Attribut "wissenschaftlich" verleihen?Unter der Rubrik "Forschungsgebiet" findet man dort zumindest nur "gähnende Leere"...Beste Grüße aus der Hesse-Stadt vom Hesse-Fan

3
Kurt Hoffmann
23.11.2012

Ich verstehe gar nicht wie Herr Dudenhöffer (mit seinem Titel wehre ich mich ihn anzusprechen) permanent in die Presse kommt ? Das sind doch BILD ZEITUNGSmethoden hier nicht sauber zu recherchieren und immer wieder nur diesen unwissenden PR geilen Pseudofachmann zu befragen.

4
dudi
23.11.2012

man kann dem umtriebigen prof. vieles vorwerfen- widerlegt hat ihn bis heute dennoch keiner! da wäre doch der Ansatzpunkt, und nicht beim dauerden rumgenöhle hier!ein gf mit 1800.-? ok dacia...und meister zetsche hat immer noch nicht begriffen, dass carsharing ein irrweg ist- zumindest, wenn man kisten unters Volk bringen will- kluge haben das immer schon gewusst- gleichwohl, bei dem geschäftsmodell dabei sein muss er zwingend...

5
Michael Kühn
23.11.2012

AUTOHAUS Vergütungsreport 2013; ... - Entschuldigung, aber für mich sind derartige beantwortete Fragebögen nur die halbe Wahrheit. Wieviel Betriebe haben z. B. die entsprechenden Anfragen/Fragebögen nicht beantwortet? Des Weiteren frage ich mich, in wie weit die jeweiligen "Betroffenen" interviewt wurden + wie deren Aussagen in dieser Analyse bewertet werden konnten? Wurden tatsächlich die echten Herrschaften an der Front überhaupt befragt?

6
Gerdi Hellmann
23.11.2012

Um die unternehmerischen Herausforderungen und Marktrealitäten zu lösen, darf ich an dieser Stelle wärmstens Richard Kochs Werk "Das 80/20-Prinzip - Mehr Erfolg mit weniger Aufwand" empfehlen. Es ist ein Klassiker der handhabbaren Wirtschaftsliteratur, aktueller denn je, der gleichzeitig einfach umzusetzende Handlungsanweisungen und Strategien enthält, die in der täglichen Praxis auch funktionieren. Der "überlogene Markt", den Chefredakteur Lustig beschreibt, ist auch in Deutschland und Europa Marktrealität. Nach Koch würde z.B. Deutschland bei 3.100.000 Neuzulassungen abzüglich 620.000 (20%)für exakt 2.480.000 verkaufte Automobile an Endkunden stehen? Marktreal?

7
Karl-Heinz Scherer
23.11.2012

A&W Marktrealitäten:Herr Lustig bringt's auf den Punkt. Das 'Phänomen' gilt ja nicht nur im österreichischen Markt. Negativ ist allemal: siehe unsere heimischen Zulassungsgebaren. Wirtschaftlicher Sinn wo?

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