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Greenpeace parkte am Dienstag sein "Klimaschwein" vor der Mercedes-Benz-Niederlassung in Stuttgart-Untertürkheim.
Protestaktion
Mercedes bekommt Besuch von Greenpeace
Nach Aktionen bei BMW und Porsche hat Greenpeace am Dienstag auch vor der Mercedes-Benz-Niederlassung in Stuttgart-Untertürkheim gegen die ihrer Ansicht nach klimaschädliche Modellpolitik des Unternehmens protestiert. Die Umweltschützer sperrten mit schwarz-gelben Bändern das Autohaus ab und parkten vor dem Eingang eine mit rosa Farbe, künstlicher Schnauze, Ohren und Ringelschwanz zum "Klimaschwein" umgestaltete M-Klasse. Auf Transparenten waren die Parolen "Sperrbezirk: Achtung Klimaschweine" und "Mercedes-Benz – Abspecken fürs Klima!" zu lesen. "Es wird Zeit, dass man auch bei Mercedes-Benz einsieht, dass Spritschlucker als Aushängeschild für Autobauer ausgedient haben", erklärte Greenpeace-Verkehrsexperte Marc Specowius laut Mitteilung. Im Vergleich zu anderen deutschen Autoherstellern schneide die Marke mit dem Stern beim Klimaschutz am schlechtesten ab. Nur zwei der aktuell angebotenen 251 Mercedes-Modelle lägen unter dem Kohlendioxid-Grenzwert von 140 Gramm CO2 pro Kilometer, zu dem sich die europäische Autoindustrie vor zehn Jahren selbst verpflichtet habe. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts lag der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß der Mercedes-Pkw-Flotte 2007 bei 184 Gramm. "Es ist ein Armutszeugnis, dass es Klimaschutz bei Mercedes-Benz noch immer nur gegen Aufpreis und bei ausgewählten Modellen gibt", sagte Specowius weiter. Er forderte das Unternehmen auf, aktuell verfügbare Spritspartechnik wie Start-Stopp-Automatik und Leichtlaufreifen künftig in allen Modellen zur Grundausstattung zu machen. Zudem müssten das Gewicht der Fahrzeuge reduziert und der Übermotorisierung ein Ende gesetzt werden. (rp)
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(Foto: Jo Röttgers/Graffiti/Greenpeace)
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