Freitag, 25.05.2012
11.03.2009
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Zeitung

Merkel gegen "Scheinhilfen" für Opel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht mögliche Staatshilfen für Opel auch von der Situation des Autobauers vor der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise abhängig. Es sei "wichtig zu prüfen, wie ein Unternehmen vor der Krise eigentlich dastand", sagte Merkel der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). "Hilfen des Staates können nur eine Brücke über die Probleme der Finanzkrise hinweg sein, hinter der die Unternehmen wieder aus eigener Kraft Erfolge am Markt haben müssen." Zugleich bekräftigte Merkel, dass zunächst eine Entscheidung in den USA abgewartet werden müsse, wie es mit dem amerikanischen Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) weitergeht. Opel hatte in den vergangenen Jahren immer mal wieder Probleme und schon vor der aktuellen Krise Marktanteile verloren. "Wir werden Unternehmen wie Opel unterstützen, wenn unsere Hilfen diesen Betrieben eine gute Zukunft sichern können und nicht nur wirkungslos verpuffen, weil ein Unternehmen am Markt gescheitert ist", sagte die Kanzlerin. Der Nutzen für alle Menschen in Deutschland müsse größer sein als der Schaden. "Scheinhilfen wie vor einigen Jahren beim Baukonzern Holzmann retten die Arbeitsplätze nicht und hinterlassen dann eine umso größere Enttäuschung. Das lehne ich ab." Bevor über Staatshilfen entschieden werde, "müssen wir wichtige Entscheidungen in den USA kennen", sagte Merkel weiter. Das betreffe etwa die Frage, wie es mit der Opel-Konzernmutter weitergehe, welche Eigenständigkeit General Motors Opel geben können und wie es mit den Opel-Patenten weitergehe. Es sei ein tragfähiges Konzept nötig, "das Wirtschaftsprüfern und künftigen Investoren standhalten muss". Die Maßstäbe für Bürgschaften würden für alle gelten, "egal, wie groß oder klein ein Unternehmen ist". Merkel zeigte sich beeindruckt, "wie die Opelaner um ihr Unternehmen kämpfen und was die Mitarbeiter an Verzicht und Opfern anbieten, um die Managementfehler der Vergangenheit ein Stück auszugleichen. Das bewegt mich".

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Opel blitzt bei Finanzinvestoren ab

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

13. März 2009 14:30
Striker meint:
@Stefan

Nicht, dass ich die VW Bank verteidigen wollte. Aber Tatsache ist, dass dort nicht etwa "2 Mrd. € aus Steuermitteln gelandet" sind, sondern dass sie eine Bürgschaft aus dem staatlichen Rettungsschirm über diese Summe erhalten hat. Ich möchte diesen Vorgang lieber nicht bewerten, da würde ich wohl unsachlich werden (vor allem, wenn man bedenkt, welchen Reibach der größte Aktionär letztes Jahr mit VW Aktien gemacht hat).

Ihre Kritik an den Fullserviceraten würde ich nur dann teilen, wenn Sie auch die anderen vertriebsfördernden Maßnahmen aller Marken anprnagern würden. Sich hier nur diese eine herauszusuchen, ist nicht ganz fair.


12. März 2009 18:48
Stefan meint:
Ich wundere mich nur jeden Tag auf's neue, dass aber auch niemand die 2 Mrd € aus Steuermitteln erwähnt, die bei der VW-Bank gelandet sind. Es glaubt doch wohl ersthaft niemand, dass Herr W aus WOB das Geld benötigt, weil es seine VW-Bank taumeln könnte. Entweder landet das Geld 1zu1 im Marketing (Fullserviceraten zu 1€ - Hallo ????) oder es wird benötigt, um der eigenen Tochter LeasPlan nun ganz das Licht auszuknispen. Soweit zum Thema Wettbewerbsverzerrung, Herr W aus WOB!


12. März 2009 13:12
Ronny Schultz meint:
Kurz und Knapp:
Für mich ist Frau Merkel eine wie Altkanzler Kohl problemaussitzende Kuh.
Bei HRE werden mal rasch 110 Mrd. € locker gemacht, Opel braucht nur eine Bürgschaft, damit die topqualifizierten Mitarbeiter weiter werkeln können.
Abwarten und weiter verkaufen.......

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