Freitag, 25.05.2012
12.11.2009
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Gescheiterte VW-Übernahme

Milliardenverlust für Porsche

Porsche muss wegen der gescheiterten Übernahme von VW einen Milliardenverlust verkraften. Die Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE fuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (31. Juli) einen Vorsteuerverlust von 4,4 Milliarden Euro ein. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Bereits Ende Juli hatte der Sportwagenbauer angekündigt, mit einem Minus von bis zu fünf Milliarden Euro zu rechnen. Grund dafür sind die hohen Belastungen wegen der Entwicklungen rund um die missglückte Übernahme von VW. Ausschlaggebend war vor allem, dass Porsche seine Optionen auf VW-Aktien abgewertet hatte, um diese besser verkaufen zu können. Die Stuttgarter haben sich bei der geplanten Übernahme von VW massiv verhoben. Neben einem Anteil von gut 50 Prozent an VW hielt der Sportwagenbauer Optionen auf weitere rund 20 Prozent an dem Wolfsburger Konzern. Einen Großteil davon wurde mittlerweile an das Emirat Katar verkauft. An ihre Aktionäre wollen die Schwaben trotz des Verlusts eine kleine Dividende zahlen. Möglich wird das, weil Porsche eine Milliarde Euro aus seinen Rücklagen nimmt und so nach Handelsgesetzbuch einen Bilanzgewinn von 8,2 Millionen Euro ausweist. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, diese Summe komplett an die Aktionäre auszuschütten. Dies würde einer Dividende je Vorzugsaktie von 0,05 Euro und von 0,044 Euro je Stammaktie bedeuten. Dem muss die Hauptversammlung Ende Januar noch zustimmen. Der Absatz des erfolgsverwöhnten Unternehmens ging vorläufigen Zahlen zufolge 2008/09 im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 75.200 Sport- und Geländewagen zurück. Der Umsatz schmolz um zwölf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis will Porsche bei der Bilanzvorlage am 25. November in Stuttgart veröffentlichen. Im Jahr zuvor hatte Porsche auch dank der VW-Beteiligung noch einen Gewinn vor Steuern von 8,6 Milliarden und einen Überschuss von 6,4 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen hatte je Stammaktie 2,69 Euro und je Vorzugsaktie 2,70 Euro ausgeschüttet. Darin enthalten war eine Sonderdividende von 2,00 Euro.

 

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