Automanager: Mit Kapazitätsabbau gegen die Krise

14.05.2009 11:20 Uhr
Die Branchenentscheider rechnen 2009 mit einem deutlichen Gewinneinbruch.

Sieben von zehn Branchenentscheidern halten Einschnitte bei Standorten und Personal für ein probates Mittel in der aktuellen Autokrise. Potenziale werden bei Marketing und Vertrieb vermutet.

Fast 70 Prozent der Führungskräfte in der Automobilwirtschaft sehen drastische Einschnitte bei Werksstandorten und Personal als probates Mittel in der gegenwärtigen Branchenkrise. Die Mehrheit geht für das laufende Jahr auch von einem deutlichen Gewinneinbruch im Neugeschäft aus. Das sind zwei zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Prof. Homburg & Partner. Die 111 befragten Manager von OEMs, Zulieferern und Händlern äußerten sich zudem skeptisch zu alternativen Antrieben. Trotz des Hypes um Elektroautos und Hybridkonzepte rechnen die Umfrageteilnehmer mit keinem baldigen und vollständigen Systemwechsel. Fast 60 Prozent der Befragten halten vielmehr kleinere Motoren und die Reduzierung des Fahrzeuggewichtes für bessere Ansätze beim Thema nachhaltige Mobilität. 59 Prozent der befragten Branchenentscheider beurteilten die Geschäftsentwicklung im Neuwagengeschäft trotz der Umweltprämie als negativ. Den Geschäftsverlauf im Aftermarket bezeichneten 41 Prozent laut Studie als "neutral". In beiden Sektoren rechnen die Branchenentscheider jedoch mit einer weiteren Verschlechterung. Gebot der Stunde: Kostenreduktion Laut Untersuchung erwarten drei Viertel der Befragten in diesem Jahr "umsatzseitig keine Impulse" und suchen deshalb ihr Heil in der Kostenreduktion. Für die Mehrheit sei die Nutzung flexibler Arbeitszeitmodelle das nahe liegende Mittel, die Hälfte verspreche sich von einem Abbau von Personalüberhängen Erfolge. Mehr als ein Drittel erachte die Schließung überschüssiger Werke für sinnvoll, dagegen seien Staatshilfen lediglich für jeden vierten Manager ein Thema, lauten die weiteren Umfrageergebnisse. Potenziale für Effizienzsteigerungen vermuten der Studie zufolge 60 Prozent – bei OEMs sogar 73 Prozent – der Befragten im Bereich des Vertriebs und Marketing. Die Optimierung der Vertriebsorganisation und Prozesse werde als Herausforderung betrachtet, hieß es. (se)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.