Freitag, 25.05.2012
25.05.2009
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Offener Streit

Mögliche Opel-Insolvenz spaltet Koalition

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet in den Verhandlungen für einen möglichen Investor für Opel bis Mitte dieser Woche mit einer Vorentscheidung. Es werde dann zu einer "Kumulation der Entscheidungsmöglichkeiten kommen", sagte Merkel am Montag nach einer gemeinsamen Präsidiumssitzung von CDU und CSU in Berlin. Nach wie vor gelte es, die Verhandlungsposition "in allen Facetten ins Auge zu fassen". Regierungssprecher Ulrich Wilhelm betonte, dass nach wie vor mit allen drei Opel-Interessenten gesprochen werde – es gebe weiterhin Bewegung in den Positionen. Für Opel interessieren sich der italienische Fiat-Konzern, der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna und der US-Finanzinvestor Ripplewood. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hält alle drei Angebote noch für unzureichend und eine geordnete Opel-Insolvenz weiter für eine Option. Dies stößt in der SPD auf Widerstand, aber auch in der Union gibt es Skepsis. Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) ging auf Distanz zum Wirtschaftsminister. Er sagte: "Ich rate allen, endlich mit dem Gerede über eine Insolvenz von Opel aufzuhören." Guttenberg griff seinerseits Steinmeier an. "Wer jetzt eine geordnete Insolvenz als eine Option ausschließt, gefährdet nicht nur das Geld der Steuerzahler, sondern schwächt auch Verhandlungspositionen", sagte er dem "Hamburger Abendblatt" (Montag). "Komplizierte Dreiecksverhandlungen" Mit Blick auf die Kritik an den Äußerungen von Guttenberg (CSU) zu einer möglichen Opel-Insolvenz meinte Merkel, sie rate allen dazu, Positionen nicht gegeneinander auszuspielen. Sie verwies darauf, dass es um komplizierte Dreiecksverhandlungen gehe. Die Bundesregierung spreche mit den möglichen Investoren. Diese müssten wiederum mit dem Mutterkonzern GM verhandeln. GM sei seinerseits im Dialog mit der US-Regierung.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Merkel trifft Marchionne – Insolvenz "schlechteste aller denkbaren Lösungen"

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

25. Mai 2009 19:42
Mr.T meint:
In meinem Betrieb gibt es Menschen, die schon sehr lange dabei sind. Die stehen fast/kurz vor Rente und machen nicht nur seit gestern echten Bockmist. Warum diese Menschen entlassen, das wäre doch viel zu teuer... Hm* ich stellte oft die Frage was nun teurer sei, diese Leute endlich aus dem Betrieb zu werfen (ich würde einmal abmahnen, zweimal, dann Schluss-ist doch ganz einfach) oder die Kunden die wir durch solch tölpelhaftes Verhalten den Kunden gegenüber und oder an Reparaturen, versaubeutelten Arbeiten verlieren. Vor diesem Vergleich wird sich gedrückt. Was wäre wohl teurer: Opel sterben zu lassen inkl. div. Arbeitslosenzahlen, Opel weiter zu subventionieren, ne Wahl verlieren ;) Ich kenn diese Opel Zahlen ja auch nicht, für mich stellt sich das Ganze nur als eine Art verlängertes Überleben dar, früher oder später ist da Schicht! Die Wirtschaft ruft nach dem Staat zu Wahlzeiten, vorher war es verpönt, dass sich der Staat in die Wirtschaft einmischt! Ein Hoch auf den Liberalismus! In dem Zusammenhang fällt mir noch Victory-Ackermann ein: Staat jetzt und sofort-aber bitte doch keine Blicke in die Bücher der Banken ;)

Ich tendiere, obwohl bekennender Christdemokraten-Verweigerer, ja doch eher zu Guttenberg. Der bring meiner Meinung nach eher Zahlen als Emotionen auf den Tisch.

...alles hat so den bitteren Beigeschmack diverser Schulkinder. Die erst ne große Schnauze haben und link von hinten in die Hacken treten. Wenn sie dann was "auffe Omme" bekommen, heulend und unschuldig zum Lehrer rennen... Fehlen nur noch die "Eltern", die sich nicht richtig um ihre Kinder kümmern ;) ;) ;) ...ist ne echte Fabel und Märchenwelt die Automobil-, Banken-, Kredit-, Welt-Wirtschaft :) :) :) Warscheinlich haben manche davon zu wenig in ihrer Kindheit davon vorgelesen bekommen, sonst wüssten sie warscheinlich was Moral und Anstand ist und das der Wolf immer nur kurzfristig gewinnt...

Greetz, Mr.T


25. Mai 2009 16:55
Heinz Kretschmer meint:
Hallo,
....wer entscheidet in der Sache? Sachlich,
vernunftgesteuerte Beurteilungen und Empfeh-
lungen sind hier wünschenswert! Emotional
getragene Vorschläge und daraus,bei Nichtbe-
rücksichtigung,sich ergebene Konsequenzen
sind in Drohform völlig fehl-gleich aus
welcher Richtung.
Heinz Kretschmer


25. Mai 2009 13:42
Striker meint:
"Mögliche Opel-Insolvenz spaltet Koalition"

Wenn's nur endlich mal soweit wäre mit dieser Berliner Polit-Mischpoke.

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