Deutscher Automarkt: Nachfrage zieht im Februar deutlich an

04.03.2008 13:42 Uhr
Immer Februar setzte sich die Erholung am deutschen Automarkt fort.
© Foto: ddp / Johannes Simon

Im Februar stieg die Zahl der Neuzulassungen nach Angaben von VDA und VDIK um 25 Prozent auf 228.630 Autos. "Das ist der beste Start in ein neues Jahr seit 2003", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. VDIK-Chef Volker Lange: "Wir haben diese Markterholung erwartet." Der ZDK warnt indes vor zu großer Euphorie.

Nach dem schwachen Jahr 2007 zieht die Nachfrage auf dem deutschen Automarkt immer stärker an – wie nachhaltig die Entwicklung ist, bleibt aber noch abzuwarten. Im Februar stieg die Zahl der Neuzulassungen nach Angaben der Verbände VDA und VDIK um 25 Prozent auf 228.630 Autos. Damit fiel der Zuwachs mehr als doppelt so stark aus wie im Januar. In den ersten beiden Monaten legte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 17 Prozent auf 449.400 verkaufte Fahrzeuge zu. "Das ist der beste Start in ein neues Jahr seit 2003", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Dienstag auf dem Autosalon in Genf. Im vergangenen Jahr hatte die Branche allerdings auch stark unter der Mehrwertsteuererhöhung gelitten. Der Absatz fiel in diesem Jahr aber auch um drei Prozent höher aus als im besser vergleichbaren Jahr 2006. "Wir haben diese Markterholung erwartet", kommentierte Volker Lange, Präsident des Verbandes der internationalen Kfz-Hersteller (VDIK), die Zahlen. "Wichtig dabei ist, dass auch das Niveau der Monate Januar und Februar 2006 leicht übertroffen wird." Die Importeure haben ihren Marktanteil nach eigener Einschätzung auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. ZDK mahnt: Private Nachfrage unverändert schwach Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) dämpfte unterdessen die Euphorie. Trotz der Steigerung im Februar sieht der Verband keine Trendwende, denn die private Nachfrage sei unverändert schwach. Im Zehn-Jahresvergleich, sagte Verbandssprecher Helmut Blümer heute, seien Januar und Februar 2008 vor allem "zwei Monate mit Sondereffekten". 2008 sei bislang kein "außergewöhnlicher Jahrgang", sondern mit einem Minus von rund zwei Prozent im Zehn-Jahres-Mittelwert durchschnittlich. Die private Nachfrage liege zwar über der Marke von 38 Prozent im Vorjahr, doch dürfe dies nicht vorzeitig als eine stabile Entwicklung gesehen werden. Der ZDK bleibe auch vor dem Hintergrund einer "positiven Auftragslage auf einem niedrigen Niveau" bei seiner Prognose von rund 3,15 Millionen Neuzulassungen. Die Qualität des Autojahres werde sich erst in den Monaten März und April vorentscheiden, hieß es.

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