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Die bekannt gewordenen Einschränkungen beim Wechselkennzeichen stoßen im Kfz-Gewerbe auf heftige Kritik.
Politik
Die bekannt gewordenen Einschränkungen beim Wechselkennzeichen stoßen im Kfz-Gewerbe auf heftige Kritik.
Kfz-Gewerbe kritisiert Wechselkennzeichen-Pläne
Die bekannt gewordenen Einschränkungen beim Wechselkennzeichen stoßen im Kfz-Gewerbe auf heftige Kritik. "Die ursprünglich gute Idee der Wechselkennzeichen, wie sie in Österreich und der Schweiz erfolgreich betrieben werden, wird in Deutschland anscheinend durch die Bürokratie und Verwaltung so stark reduziert, dass die gewünschten Anreize zur Nutzung verpuffen könnten", sagte der bayerische Landesverbandspräsident Klaus Dieter Breitschwert am Montag gegenüber AUTOHAUS Online.
Auch der hessische Verbandschef Jürgen Karpinski hatte jüngst kritisiert, dass "lediglich ein gewisser Verwaltungsvorteil übrig" bleibe. So solle das Wechselkennzeichen erst 2012 eingeführt werden und auf zwei Fahrzeuge beschränkt sein. "Der Finanzminister hat sein Veto eingelegt und die Ersparnis bei der Kfz-Steuer zunichte gemacht", so Karpinski.
Das Kennzeichen selbst soll laut Breitschwert aus zwei Teilen – einer mobilen Grundplatte und kleinen festen Zusatzschildern für die Fahrzeuge – bestehen. Nur jenes Fahrzeug, welches beide Teile des Kennzeichens am Fahrzeug führt, soll auf öffentlichen Grund bewegt werden dürfen. "Dies heißt, dass die anderen Fahrzeuge auf Privatgrund stehen müssen. Fahren kann man also immer nur mit einem Fahrzeug."
Breitschwert betonte die enge Zusammenarbeit mit der Politik. Leider scheine aber die Verwaltung zu blockieren: "Hier sind der 'Verbandsmacht' enge Grenzen gesetzt. Wir kämpfen aber weiter für eine kunden- und halterfreundliche Lösung bei diesem neuen Kennzeichen." Die Versicherungsgesellschaften hätten vielfach positive Signale bezüglich der Prämien signalisiert. Neben Einsparungen bei Steuern und Versicherung hofft das Kfz-Gewerbe auch auf einen Schub beim Kauf von Zweit- und Drittfahrzeugen.
Details noch ungeklärt
Das Bundesverkehrsministerium wollte die laufende Abstimmung über die genauen Modalitäten innerhalb der Regierung nicht kommentieren. Man rechne mit einer politischen Entscheidung in diesem Jahr, die Einführung sei für 2012 geplant, sagte ein Sprecher am Montag auf Anfrage von AUTOHAUS Online. Die Ministerien seien derzeit noch damit beschäftigt, eine Rechtsgrundlage zu schaffen. Details seien noch nicht entschieden, auch nicht, ob das Wechselkennzeichen auf zwei Fahrzeuge beschränkt sein soll.
Dass die Kfz-Branche die Einführung des Wechselkennzeichens so schnell wie möglich erwartet, zeigte jüngst auch eine Umfrage von AUTOHAUS Online. Die große Mehrheit der über 2.000 Umfrage-Teilnehmer – 67 Prozent – befürwortet demnach eine Einführung in Deutschland grundsätzlich. Nur 14 Prozent erachten die Nummernschilder nach den bisher bekannten Plänen nicht für sinnvoll, fünf Prozent lehnen sie sogar kategorisch ab. (se)
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(Foto: Imago/McPHOTO)
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