21.06.2013
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Stellenabbau
Schaeffler FAG Standort Schweinfurt
 

Schaeffler in Schweinfurt: "wirtschaftliche Produktion nicht mehr möglich"

Schaeffler sucht sozialverträgliche Lösungen

Schaeffler will sich bei dem geplanten Stellenabbau in der Radlagerproduktion in Schweinfurt so weit wie möglich um sozialverträgliche Lösungen bemühen. So solle bei dem über mehrere Jahre gestreckten Arbeitsplatzabbau beispielsweise das Instrument der Altersteilzeit genutzt werden, teilte das Automotive-Vorstandsmitglied Wolfgang Dangel am Freitag auf einer Belegschaftsversammlung in Schweinfurt mit. Betriebsbedingte Kündigungen sollen in der Stammbelegschaft vermieden werden, unterstrich er in einer Mitteilung.

Der Autozulieferer will seine Radlagerproduktion in den kommenden drei Jahren von Schweinfurt ins Ausland verlegen. Damit seien 876 Arbeitsplätze betroffen, hatte das Unternehmen schon vor 14 Tagen bekanntgegeben. Grund für die Verlagerung ins Ausland sei der extreme Kosten- und Wettbewerbsdruck. "Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass eine wirtschaftliche Fertigung von Radlagern und auch anderen Automotive-Produkten am Standort Schweinfurt nicht mehr möglich ist", sagte Dangel. Mit Gewerkschaft und Betriebsrat seien Verhandlungen geplant.

Ziel sei es zudem, die Automotive-Aktivitäten in Schweinfurt im Bereich Rad- und Sonderlager mit bis zu 300 Mitarbeitern weiterzuführen. Zudem werde geprüft, ob dort künftig neue wettbewerbsfähige Produkte für die Automobilindustrie gefertigt werden könnten.

Das fränkische Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach hat im vergangenen Jahr gut elf Milliarden Euro Umsatz und 884 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Weltweit beschäftigt Schaeffler etwa 76.000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es etwa 29.000. Am Standort Schweinfurt sind es dem Betriebsrat zufolge etwa 6.000 Menschen. (dpa)

 
 
 
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