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Kfz-Gewerbe
Tarifeinigung in Baden-Württemberg
Die Kfz-Tarifgemeinschaft in Baden-Württemberg und die IG Metall haben sich am Dienstag auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Laut Mitteilung erhalten die Beschäftigten ab 1. April 2008 2,5 Prozent mehr Geld. In weiteren Stufen werden die Entgelte zum 1. Dezember 2008 und zum 1. Dezember 2009 um jeweils weitere zwei Prozent erhöht. Zusätzlich soll jeder Beschäftigte im baden-württembergischen Kfz-Gewerbe rückwirkend für März eine Einmalzahlung von 50 Euro (Auszubildende 15 Euro) bekommen. Der neue Tarifvertrag gilt bis zum 30. April 2010. Beschlossen wurden auch mehrere strukturelle Änderungen der tariflichen Regelungen: Demnach können die Arbeitgeber das Weihnachtsgeld mit Betriebsvereinbarung künftig erfolgsabhängig gestalten. In die Verteilung der individuellen regelmäßigen Wochenarbeitszeit könne auch der Samstag einbezogen werden Zudem könne die Quote der Mitarbeiter mit einer 40-Stunden-Woche auf bis zu 23 Prozent erhöht werden, hieß es weiter. Die Verhandlungspartner einigten sich auch auf ein Beschäftigungsschutzabkommen. Dieses soll bei betrieblicher Notwendigkeit ermöglichen, mit den Vertragsparteien über betriebsnahe Ausnahmen des Manteltarifvertrages, beispielsweise bezüglich einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit, zu verhandeln. "Die gefundenen Regelungen und Kompromisse sind ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem flexiblen und zukunftsfähigen Tarifvertrag", zeigte sich Carsten Beuß, Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft für Betriebe des Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes, mit dem Ergebnis zufrieden. Die vereinbarten Änderungen würden den Betrieben zahlreiche neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Die Gremien der Tarifvertragsparteien müssen dem Verhandlungsergebnis noch zustimmen. (rp)
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