Mittwoch, 08.09.2010
23.12.2008
Ausblick 2009
Autoexperten prophezeien der Branche für 2009 das schwerste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg.

Autobranche im Zangengriff
von Marion Trimborn

Rabenschwarze Aussichten für die Autoindustrie: Ein gefährlicher Mix aus Finanzkrise, Kreditklemme und hausgemachten Problemen hat die Hersteller in die schwerste Krise seit Anfang der 90er Jahre gebracht. Autoexperten prophezeien der Branche für 2009 sogar das schwerste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg – weltweit. Für Deutschland sagen die Branchenauguren 2,8 bis 2,85 Millionen Neuzulassungen voraus. Der Abbau tausender Stellen und ein Händlersterben scheinen in der deutschen Schlüsselindustrie mit mehr als 760.000 Mitarbeitern unausweichlich. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) ruft nach der Politik. Dennoch ist längst nicht alles verloren: Manche Ökonomen halten die Schwarzmalerei für überzogen und empfehlen den Konzernen, schnell schadstoffarme Autos auf den Markt zu bringen – dann werde sich der Erfolg im Autohaus schon einstellen. Die Finanzkrise hat die Autokonzerne in Bedrängnis gebracht. Zwar dümpelte der Inlandsabsatz auch 2007 schon vor sich hin, doch der Export ließ Ausfuhren und Produktion auf neue Rekorde springen. Jetzt aber brechen die Auslandsmärkte rapide weg. Selbst bei sicheren Abnehmern wie Russland, Osteuropa und China schwindet die Nachfrage nach Autos "Made in Germany". Im Inland springt die Politik der Industrie bei. Als Teil des Konjunkturpakets will die Bundesregierung umweltfreundliche Neuwagen für bis zu zwei Jahren von der Kfz-Steuer befreien. Doch es gibt Kritik: "Wegen 300 Euro Ersparnis kauft sich niemand ein neues Auto", sagt der Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Helmut Blümer.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Hersteller auf dem "falschen Weg"

 
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24. Dezember 2008 09:15
Roland E. meint:
Die Autoindustrie produziert das, was am meisten Rendite verspricht. Durch überzogene Standardforderungen an den Handel sowie resolute Einkaufspolitik auf Kosten der Zulieferer, konnte von partnerschaftlicher Zusammenarbeit der Automobilkette keine Rede sein. Die Vermarktungspolitik der Autoindustrie bei dem der Handel durch Direktvertrieb teilweise ausgeschaltet wurde tat sein übriges. Die Wertschöpfung des Automobils sank. Nicht zuletzt auch durch die Aussagen der "scheinbaren Experten". Als vor nicht zu langer Zeit die Autoindustrie noch reichlich verdiente, klang aus den Kehlen der Manager lauthals, der Staat solle sich raushalten. Jetzt wird im Chor der Staat angebettelt. Eine wiklich blamable Darbietung. Und das beste noch, diese Personen sollen aus der Misere helfen. Parallel zu den Politiker sollte ein Manager einen Befähigungsnachweis erbringen, indem diese einige Lehrjahre an der Basis wirken sollten. Das Ergebnis wäre eine Offenbarung zum vernünftigen handeln.


23. Dezember 2008 17:56
Hansjörg Blender meint:
In jeder Krise liegt auch eine Chance. Derzeit ist aber Autohaus
onlinen nach ,meiner Ansicht, an der Spitze der Krisenfetischisten.
Es war doch an der Zeit das sich Produktion und Nachfrage wieder an-
passen und ein Umdenken, bei Restwerten, Händlerunterstützung usw. usw
stattfindet. Viele Hersteller jammern auf hohem Niveau. Wenn die Ihre
Partner nur auch solche Sorgen hätten ??
Es gilt also die Chancen zu Nutzen, die Ärmel hochzukrempeln und weiter ums Überleben kämpfen. Dazu gehört auch das Autohändler über
alle Markengrenzen auch gemeinsame Aktionen versuchen um dem Kuden
sein größtes Problem - nicht die Finanzkrise - sondern die Verunsicherung zu nehmen.
Hansjörg Blender Obermeister der Kfz-Innung Singen


23. Dezember 2008 17:14
Günther D. meint:
Die Autoindustrie produziert das, was der Käufer wünscht. Sicherlich kann man den Verbrauch durch Gewichtsreduzierung und kostenintensive Materialen ( Carbon, Keramik etc.)reduzieren; nur das will keiner bezahlen.Die Hersteller haben in den letzten Jahren den Verbrauch auch bei leistungsstarken Motoren erheblich gesenkt, eine weitere,erhebliche Reduzierung wird nur mit erheblichen Produktionskosten zu erreichen sein.Nicht die Automobilindustrie hat die Misere verursacht, sondern die "Zocker" auf den Finanzmärkten . Die Kaufunlust wird verstärkt durch die Komentare der "Propheten" wie Dudenhöffer und Co. Nicht die Modellpolitik der Industrie sondern die Verunsicherung der Verbrauch ist hierfür hauptsächlich verantwortlich.ö

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