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Europäische Autoverkäufe auf Rekordtief

ACEA
Europäische Autoverkäufe auf Rekordtief
Der Automarkt bricht in Europa einen Rekord nach dem anderen - im negativen Sinn.
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Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge fiel im Januar in EU und EFTA um 8,5 Prozent auf 918.280. Erneut wartete von den wichtigen Absatzmärkten lediglich Großbritannien mit einem Plus auf.

Der Automarkt bricht in Europa einen Rekord nach dem anderen – im negativen Sinn: Im Januar sind  in den Staaten der EU und EFTA so wenig Autos verkauft worden wie noch nie in diesem Monat, wie der europäische Branchenverband ACEA am Dienstag mitteilte. Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge fiel um 8,5 Prozent auf 918.280.

Erneut wartete von den wichtigen Absatzmärkten lediglich Großbritannien mit einem Plus auf: Im Vereinigten Königreich legten die Verkäufe um 11,5 Prozent zu. Auf dem europäischen Festland regierte hingegen zum wiederholten Male Tristesse: So sackten in Deutschland die Verkäufe um 8,6 Prozent ab. In Frankreich lag das Minus bei 15,1 Prozent und in Italien brach der Absatz um 17,6 Prozent ein.

Unter den Marken konnten sich vor allem die Premiumanbieter BMW (plus 6,4 Prozent), Daimler (plus 3,7 Prozent) und Jaguar Land Rover (plus 20,6 Prozent) behaupten. Auch Kia (plus 7,7 Prozent) sowie Mazda (plus 13,7 Prozent) und Honda (plus 11,8 Prozent) legten zu. Primus VW verlor zwar über alle Marken hinweg 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, dennoch stammt  jeder vierte neu zugelassene Personenwagen aus dem Konzern.

Während Chevrolet GM Europe in die Miesen zog, verbuchte Opel im Januar ein Plus von 4,3 Prozent. Mit neuen Modellen wie der kleinen Geländelimousine Mokka oder dem Stadtauto Adam wollen die Rüsselsheimer 2013 ihren Anteil auf dem schrumpfenden europäischen Markt zumindest stabilisieren. Allein für den Mokka gibt es laut Unternehmen schon mehr als 80 000 Vorbestellungen.

Keine Wende in Europa

Branchenbeobachter R. L. Polk sieht auch im weiteren Jahresverlauf keine hoffnungsvolle Wende an den europäischen Märkten (wir berichteten). Sebst wenn sich die wirtschaftliche Situation wie erwartet im Jahresverlauf entspanne, würden die Rahmenbedingungen und selbst ein sich erholendes Verbrauchervertrauen nicht ausreichen, diese Region ins Plus zu bringen, so die Analysten.

Außerhalb Westeuropas wurden dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge hingegen erneut meist Zuwächse erzielt. So stiegen die Verkäufe in den USA im Januar um 14, in Russland um fünf und in Brasilien um 18 Prozent. In China explodierten die Verkäufe mit einem Plus von 59 Prozent regelrecht. (se/dpa)

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