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Kommentare (1) 11.09.2012

AUTOHAUS Branchenshow

Handel sieht Werkstattbörsen kritisch

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Handel sieht Werkstattbörsen kritisch
AUTOHAUS diskutierte auf der Automechanika mit Branchenvertretern über Chancen und Gefahren von Servicebörsen.
© Foto: AHO

Werkstattbörsen im Internet bleiben ein heißes Eisen. AUTOHAUS lud am Dienstag in Kooperation mit Autoscout 24 Vertreter der Anbieter und des Handels auf den Automechanika Stand C69 in Halle 9.0 zum Gespräch.

Werkstattbörsen im Internet bleiben ein heißes Eisen. AUTOHAUS lud am Dienstag in Kooperation mit Autoscout 24 Vertreter der Anbieter und des Handels auf den Automechanika Stand C69 in Halle 9.0 zum Gespräch. Mit Chefredakteur Ralph M. Meunzel und Herausgeber Prof. Hannes Brachat diskutierten ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk, Alberto Sanz, Geschäftsführer von Autoscout24, und die Händler Stefan Quary (Dürkop) und Jörg Felske (Procar) über die künftige Bedeutung von Servicebörsen im Internet sowie die Chancen und mögliche Gefahren für das Servicegeschäft im Autohaus.

Hülsdonk machte erneut den Standpunkt des Deutschen Kfz-Gewerbes klar: "Das Differenzierungsmerkmal bei den Servicebörsen darf nicht der Preis sein. Hinter Werkstattleistungen steckt viel Qualität." Doch Sanz gab zu bedenken, dass die Dienstleistungen von Werkstätten vom Endkunden nicht als transparent wahrgenommen werden. "Mit Hilfe des Werkstattportals ist gezieltes Marketing und eine bessere Werkstattauslastung möglich."

"Servicearbeiten lassen sich nicht vergleichen wie Hotelbetten", konterte Hülsdonk. "In der Werkstatt kommen noch weitere Qualitäts- und Kalkulationskriterien hinzu." Der Vergleich mit anderen Konsumartikeln wie etwa Digitalkameras sei falsch: "Mit einer Digitalkamera kann man nicht in den Tod fahren."

Zusätzlicher Druck auf die Cash-Cow Service

Auch für die Händler haben Qualität und Kundenzufriedenheit den höchsten Stellenwert: "Wer billig haben will, bekommt billig", sagte Felske. Die Autohäuser betrachten das Thema laut Quary sowohl aus Kundensicht als auch aus Händlersicht. "Es ist unvermeidbar, dass Werkstatt-Onlineangebote bei den Kunden immer populärer werden. Dem können wir uns nicht verschließen."

Werkstattleistungen online anzubieten, bedeute jedoch einen zusätzlichen Druck auf die Cash-Cow Service. "Wir sollten uns nicht diesem Margendruck aussetzen. Das gesamte Geschäftsmodell sollte überdacht werden, und zwar auch vom Hersteller", so Quary. (ok/se)

AUTOHAUS diskutiert auf dem Automechanika-Stand in Halle 9.0 / C69 mit ausgewählten Experten, Branchenkennern und Vertretern bekannter Autohäuser die wichtigsten Themen der Branche. Interviews und Zusammenfassungen der Podiumsdiskussionen gibt es auch als Videos bei Automechanika TV! Ausführliche Messeberichte gibt es in Autohaus 18 am 24. September.

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1 Kommentar
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Sebastian Nieland
12.09.2012

Bei der aktuell geschalteten Werbung von Scout zum Werkstattportal, empfinde ich die getroffene Aussage, "Mit Hilfe des Werkstattportals ist gezieltes Marketing und eine bessere Werkstattauslastung möglich.", als gelogen. So möchte man es gerne dem Handel verkaufen. Auf der Portalseite und in der Werbung wird jedoch ganz klar fast ausschließlich der Preis in den Vordergrund gerückt. Es gibt in dieser einheitlichen Scout-CI-Darstellung nicht genug Möglichkeiten, sich als Vertragswerkstatt von Systemanbietern oder "Hinterhofschraubern" zu differenzieren. Der Interessent wird in der Werbung mit dem Wort "Festpreis" gelockt. Das und wirklich nur das, ist die Differenzierung. Nochmal: Schön, dass Scout damit auf unser aller Rücken Geld verdient und wir uns das gefallen lassen!

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