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Kommentare () Kommentare (0) 14.12.2015

Autoindustrie

Dobrindt will schärfere Abgas-Kontrollen

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Dobrindt will schärfere Abgas-Kontrollen
Abgasuntersuchung
Als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt schärfere Prüfungen für alle großen Autohersteller durchsetzen.
© Foto: dpa
Zum Themenspecial Abgas-Skandal

Jahrelang manipulierte VW Emissionsmessungen - wie können künftig Tricksereien verhindert werden? Minister Dobrindt setzt auf mehr Transparenz. Nicht alle finden das glaubhaft.

Als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt schärfere Prüfungen für alle großen Autohersteller durchsetzen. "Offenlegung der Motorensoftware und staatliche Prüfstände zur Nachkontrolle werden Teile eines umfassenden Maßnahmenpakets sein", sagte der CSU-Politiker am Sonntag in Berlin und bestätigte damit im Grundsatz einen Bericht der "Bild am Sonntag". 

Alle großen Autohersteller müssen nach Angaben der Zeitung künftig dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ihre Motorsoftware offenlegen. Außerdem sollen die Prüfer von TÜV und Dekra, die die Abgaswerte bei den Autoherstellern messen, nach Informationen des Blattes künftig regelmäßig ausgetauscht werden. Zusätzlich sollen staatliche Prüfstände zu Nachkontrollen genutzt werden, wie erste Ergebnisse der von Dobrindt eingesetzten Untersuchungskommission ergeben hätten. 

Das Ministerium bestätigte, dass die Kommission ein Maßnahmenpaket im Zusammenhang mit zukünftigen Zulassungsverfahren erarbeite. Zu den weiteren Details wollte ein Sprecher nicht Stellung nehmen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte die Ankündigungen scharf. Dobrindt und die Bundesregierung seien an einer wirklichen Aufklärung des Abgas-Skandals und einer Verbesserung des Gesundheitsschutzes der Bürger nicht interessiert, sagte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg einer Mitteilung zufolge. 

VW hatte mit Hilfe einer Software Abgastests bei Millionen Dieselfahrzeugen manipuliert. Allein in Deutschland hat das KBA für insgesamt 2,4 Millionen Wagen einen Rückruf angeordnet, der Anfang 2016 beginnen soll. Laut dem Bericht werden die technischen Lösungen für den Rückruf vom KBA positiv bewertet. Die Behörde war zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen. (dpa)

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