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BVdP-Netzwerkstatt 2019: Schadenbranche diskutiert m.o.r.e

12.04.2019 09:21 Uhr
BVdP-Netzwerkstatt 2019: Schadenbranche diskutiert m.o.r.e
Die neue BVdP-Leistungsmarke m.o.r.e stand auch bei der Mitgliederversammlung des Verbandes im Mittelpunkt.
© Foto: BVdP e.V.

Bei der Netzwerkstatt Mitte März in Kassel diskutierten führende Steuerer, Kfz-Versicherer und Schadendienstleister das neue Konzept des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten (BVdP). Innovation Group, Provinzial Rheinland und der Schadensteuerer riparo begrüßen m.o.r.e als Instrument und Marke im gesteuerten Schadengeschäft.

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Die siebte Netzwerkstatt des Bundesverbandes in Kassel stand 2019 ganz im Zeichen von m.o.r.e. Vor einem Jahr hatte der BVdP die Leistungsmarke vorgestellt – zurzeit sind bereits 230 Mitgliedsbetriebe zertifiziert. Wohin der Verband mit dem Konzept will, beschrieb der Vorstand gleich zum Auftakt der Netzwerkstatt. Reinhard Beyer, Markus Stegmann und Sönke Neubauer berichteten von den Anforderungen und Standards, die natürlich auch Vorstandmitglieder erfüllen müssen. BVdP-Geschäftsführer Robert Paintinger gab bekannt, dass das Konzept m.o.r.e ausgeweitet wird: "QualiCar, QualiCheck, Best Practice Zirkel und unser neuer Ansatz EcoRepair – wir sind so überzeugt von unserer Marke für die Schadensteuerung, dass wir m.o.r.e als Überbegriff für alle diese Leistungen nutzen werden."

Kfz-Versicherer und Steuerer begrüßen Konzept

In den beiden Talkrunden wurde deutlich, dass m.o.r.e auch bei den Versicherungs- und Schadensteuerungsunternehmen grundsätzlich gut angenommen wird. Als einer der Ideengeber der Schadensteuerungsmarke gilt Bernd Wirtz, Leiter Kraftfahrt Schaden bei der Provinzial Rheinland. Er erläuterte: "Als Versicherer müssen wir uns darauf verlassen können, dass sowohl der technische als auch der Serviceprozess nach einem Schaden reibungslos laufen. Die Marke m.o.r.e bietet genau das. Ich bin begeistert, dass das Thema bereits so intensiv gelebt wird."

Auch Matthew Whittall, Vorstandsvorsitzender Innovation Group, äußerte sich positiv über die neue Marke: "Gerade bei der ‚soften‘ Steuerung, bei der wir Kunden ohne Werkstattbindung von unseren Kooperationsbetrieben überzeugen wollen, ist es einfacher, wenn Werkstatt und Website vertrauenserweckend wirken. Nicht umsonst haben wir die ,Außenwirkung des Betriebs' in unseren Katalog der Leistungsbausteine aufgenommen."

Als Geschäftsführer von riparo war Steffen Struwe der Erste, der m.o.r.e als Steuerer eingesetzt hat. Sein mKassel-Statement lautete: "Klar, am Anfang lief die Umsetzung von QualiCheck noch holprig, doch das hat sich während der Pilotphase gut eingespielt." Der noch junge Schadensteuerer aus Holzgerlingen bewertet vor allem die ständige Verbesserung von Prozessen und den Markenauftritt als positiv.

HUK-Coburg setzt weiter auf eigenes Konzept

Skeptisch zeigte sich bei den Diskussionen Thomas Geck, Leiter Schaden Prozess Management bei der HUK-Coburg. Der fränkische Versicherer versucht mit "Die Partnerwerkstatt" bereits eine eigene, für den Autofahrer sichtbare Marke zu etablieren. Er merkte an, dass es der HUK-Coburg deutlich leichter fallen würde, eine neue Marke einzuführen, weil sie selbst schon eine starke Marke ist und diesen Vorteil ausnützen könne.

Kostenvoranschlagscheck mit EcoRepair

Mit QualiCheck hatte der Bundesverband der Partnerwerkstätten vor einem Jahr sein Konzept für einen neuen digitalen Prozess im Schadenmanagement vorgestellt. Dabei erfolgt der Check des Kostenvoranschlags durch den vom BVdP beauftragten Prüfdienstleister iCamSystems. Leiter Uwe Schmortte stellte die Erfahrungen der Leipziger bei der Umsetzung vor. Er betonte, dass es durchaus Redebedarf mit den Werkstätten gebe. "Natürlich ist man sich im ersten Schritt nicht immer einig. Aber wir diskutieren auf Augenhöhe und finden am Ende immer den besten Reparaturweg."

Robert Paintinger ergänzt dazu: "Genau diesen ökonomisch und ökologisch sinnvollsten Reparaturweg zu finden und die Betriebe bei der Umsetzung zu unterstützen, ist die Kernaufgabe von EcoRepair. Jeder regt sich über sinnlose Müllberge auf, aber bei der Reparatur von Autos soll das plötzlich alles egal sein. Wir sind absolut davon überzeugt, dass unser EcoRepair einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion von Reparaturkosten einerseits und Ressourcenverschwendung andererseits leisten wird." Auch das sei ein Vorteil von QualiCheck: Der fachliche und wirtschaftliche Check findet am Anfang des Regulierungsprozesses statt, hintenan könnte theoretisch dunkel weiterverarbeitet werden.

Reaktionen von Audatex und DAT

Aus dem Blickwinkel der Schadendienstleister erklärte Erik Jahn, Leiter Retail Sales, Operations and Customer Care bei Audatex AUTOonline: "Wir sehen in QualiCheck die konsequente Fortführung des Grundgedankens, dass der vom Betrieb versandte Kostenvoranschlag bereits qualitätsgesichert ist. Auch unser Ansatz des Rules-Check geht in eine ähnliche Richtung." Angesprochen auf die Umsetzungsdefizite bei der Prozessentwicklung stellte Erik Jahn in Aussicht, dass Audatex mit Hochdruck an Lösungen arbeitet. Auch DAT-Geschäftsführungssprecher Jens Nietzschmann begrüßte den Kostenvoranschlagscheck. "Jetzt, da QualiCheck läuft,“ wünsche er sich, dass noch mehr Versicherer teilnehmen. Während des Talks forderte er zudem Audatex auf, die Schnittstelle von Carisma für DAT-Daten zu öffnen. Erik Jahn reagierte positiv und signalisierte Entgegenkommen.

Endkundenmarke wird erlebbar

Welches Ziel der Bundesverband mit seinem offenen Kommunikationskonzept m.o.r.e verfolgt, erklärte der Schöpfer der Marke, Peter Grandl von ProXenos: "Jeder Betrieb und jeder Kunde ist Markenbotschafter von m.o.r.e. Über die Kommunikation in sozialen Netzwerken und persönliche Empfehlungen laden wir die Marke m.o.r.e mit einem Qualitätsversprechen direkt beim Kunden auf." Durch das flexible Konzept passe sich die Marke zudem in die Signalisation jedes Betriebes ein, lasse sich sehr individuell umsetzen – und behält zugleich ihren Wiedererkennungsfaktor.

Interesse an der Marke wächst

Der Bundesverband der Partnerwerkstätten zeigte sich am Ende der Netzwerkstatt mit dem Verlauf der Diskussion zufrieden. "Wir gehen jetzt daran, m.o.r.e flächendeckend bei den teilnehmenden Mitgliedsbetrieben umzusetzen", gab der Vorstandsvorsitzende Reinhard Beyer als kurzfristiges Ziel aus. Erfreulich sei das große Interesse an der Netzwerkstatt. Robert Paintinger ergänzt: "Den Prozess QualiCheck werden wir nun noch weiter forcieren. Das heißt: Der Ablauf wird weiter verbessert, zudem werden wir neue Steuerer und Kfz-Versicherer mit an Bord holen."   (wkp)

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