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27.12.2012

Dax-Riesen

Volkswagen weiter eine Klasse für sich

Dax-Riesen
Volkswagen weiter eine Klasse für sich
Umsatz, Gewinn, Mitarbeiter: Volkswagen spielt in der Riege deutscher Börsenschwergewichte in einer ganz eigenen Liga.
© Foto: Mario Vedder/ddp

Müssten die Dax-Konzerne eine Runde Quartett spielen und mit ihren Kennzahlen um Stiche kämpfen, wäre der Sieger schon klar: VW. Die Wolfsburger dominieren alle Kategorien, wie eine Studie zeigt.

Volkswagen spielt laut einer Studie in der Riege deutscher Börsenschwergewichte weiterhin in einer ganz eigenen Liga. Egal ob Umsatz, operativer Gewinn oder Mitarbeiterzahlen – Europas größter Autobauer holt überall den ersten Platz. Das ist das Kernergebnis einer Analyse zu den Top-50 börsennotierten Unternehmen hierzulande, die die Wirtschaftsprüfer und -berater von Ernst & Young auf Basis der ersten neun Monate 2012 erstellten. Die Untersuchung lag der Nachrichtenagentur dpa an den Feiertagen in Stuttgart vor.

Demnach legten die Erlöse der 50 umsatzstärksten Börsenriesen zusammengenommen trotz Schuldenkrise in den ersten neun Monaten spürbar zu. Die Gewinnseite zeigte jedoch das Gegenteil. So wuchsen zwar die Gesamtumsätze der erlösstärksten Konzerne zweistellig um zehn Prozent und knackten schon nach drei Quartalen die Billionenhürde: 1.026 Milliarden Euro nach 934 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Doch das Gesamtergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei diesen Unternehmen mit der starken Umsatzentwicklung brach um 18 Prozent ein. Aus dem laufenden Geschäft blieben nur 60,4 Milliarden Euro, nach 73,9 Milliarden Euro im Vorjahresabschnitt.

Dass die Gewinne nicht weiter stiegen, sondern insgesamt sogar rückläufig waren, liegt nach Ernst & Young-Lesart nicht nur an Sondereffekten wie hohen Abwertungen bei der Deutschen Telekom und ThyssenKrupp. Ursächlich sei auch eine schwindende Nachfrage. "In einem so schwachen konjunkturellen Umfeld lässt sich der Absatz oft nur noch über Preisnachlässe steigern – was dann aber auf Kosten des Gewinns und der Marge geht", sagt Ernst-&-Young-Partner Thomas Harms.

Zudem hätten es einige Unternehmen nach dem starken Wachstum 2011 und der damals noch guten Gewinnentwicklung versäumt, rechtzeitig auf die Kostenbremse zu drücken. Bei der Gruppe der "Gewinnmaschinen" sieht das Bild dagegen ein wenig anders aus: Vergleicht man die Reihe der 50 Unternehmen mit den absolut höchsten Ergebnissen vor Zinsen und Steuern (Ebit), dann legte diese Gruppe im Neunmonatsvergleich um sechs Prozent zu: von knapp 81 auf gut 85 Milliarden Euro. Doch auch hier mussten immerhin 18 der Unternehmen Gewinneinbußen hinnehmen, beim Rest der 32 übrigen Konzerne gab es Ebit-Zuwächse.

Vier Autobauer in den Top-Ten

Nach dem Umsatzkönig Volkswagen, der nicht zuletzt dank der Komplettübernahmen von MAN und Porsche 144 Milliarden Euro und damit 24 Prozent mehr einnahm, folgen der Energieriese Eon und Daimler mit 94 bzw. 85 Milliarden Euro Erlösen. In den Top-Ten nach Umsatzstärke sind gleich vier Autobauer vertreten: Neben VW und Daimler sind das noch BMW und die VW-Tochter Audi. Den höchsten Umsatzsprung verzeichnete der Sportwagenhersteller Porsche, der seit Sommer zu VW gehört: 28 Prozent Plus (auf 10,2 Milliarden Euro).

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