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Kommentare (8) 15.01.2013

Dezifitäres Geschäft

Ford Europa hofft auf Stabilisierung

Dezifitäres Geschäft
Ford Europa hofft auf Stabilisierung
Mattes: 2012 war für Ford "nicht so schlecht".
© Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

Der Autobauer hat in Europa die Notbremse gezogen, Tausende Stellen werden gestrichen. Mit Gewinnen rechnet der Konzern zwar erst 2015. Der tiefe Fall bei den Verkäufen soll aber schon jetzt gestoppt werden.

Nach dem Absatzeinbruch mit Milliardenverlusten 2012 in Europa setzt der deutsche Ford-Chef Bernhard Mattes in diesem Jahr auf eine Stabilisierung. Vor allem dank neuer Modelle solle die Talfahrt gestoppt werden, sagte Mattes am Dienstag in einem dpa-Gespräch am Rande der Automesse in Detroit: "Wir sind gut vorbereitet, denn mit dem neuen Fiesta, dem neuen Kuga und dem neuen Transit haben wir drei große Fahrzeugreihen im Köcher, die wir 2013 auf den Markt bringen." Er sehe die Zukunft der Marke grundsätzlich positiv. Der Markt werde allerdings schwach bleiben.

Ford erwartet nach früheren Schätzungen 2012 in Europa ein Verlust von 1,2 Milliarden Euro. In der EU brach der Ford-Absatz bis November um zwölf Prozent ein. Um bis 2015 wieder in die Gewinnzone zu fahren, werden drei Werke geschlossen, 6.200 Stellen fallen weg. Dabei soll es auch bleiben, weitere Einschnitte hat Mattes nicht auf der Agenda: "Wir passen auch wie angekündigt die Kapazität an. Das dürfte passen."

Geld verdienen ab 2015

Von 2015 peilt Ford durch die Restrukturierung Einsparungen von 500 Millionen Euro jährlich an. Nach dem Plan soll etwa die Produktion in Genk mit mehr als 4.000 Mitarbeitern 2014 beendet und nach Valencia verlagert werden. "2015 ist auch das Jahr, in dem wir in Europa wieder profitabel sein wollen."

Trotz der schwachen Zahlen bewertet Mattes das vergangene Jahr als "nicht so schlecht": "Wir sind nach wie vor die Nummer zwei im europäischen Markt." Neue Produkte wie der Transit oder die Ein-Liter-EcoBoost-Technologie seien preisgekrönt. Allerdings sei der europäische Markt insgesamt zurückgegangen. Ford habe die Produktion mit Kurzarbeit oder Freischichten der Nachfrage angepasst. "Unsere Marke als solche hat sich aber weiter positiv entwickelt."

Weniger Lagerbestände, weniger Kurzzulassungen

Die auf dem Papier schwachen Verkaufszahlen in Deutschland und Europa begründete Mattes auch damit, dass Ford Lagerbestände reduziert habe: "Und wir haben in Deutschland die Kurzzeitzulassungen reduziert. Die sind bei einigen Wettbewerbern sehr hoch, die Marktanteile gewonnen haben. Aber wir wissen auch wie."

An einer Rabattschlacht will sich Ford nicht beteiligen, sagte Mattes: "Wenn wir eine profitable Chance haben, zu wachsen, werden wir das tun." Hoffnung setzt der Deutschland-Chef in gute Geschäfte in dem Segment, das derzeit am stärksten wächst: den SUV: "Im Moment bringen wir den neuen Kuga auf den Markt, zwei zusätzliche Fahrzeuge kommen in den kommenden Jahren hinzu. Der kleine EcoSport kommt im Zeitraum von 18 Monaten, danach der größere Edge. Dann decken wir dieses Segment deutlich besser ab." (dpa)

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8 Kommentare
1
Mr.T.
16.01.2013

@ Jörg K.: Ich war einige Jahre bei Ford. Die Frontscheibenheizung ist rattenscharf, jedoch auch von Ford patentiert! Unser ADAM kann alleine einparken, gibts nicht bei Ford. Spurassistent, StartStop etc haben wir auch und sogar ganz lange unser AFL-Kurvenlicht, welches jetzt als die Innovation schlecht hin beim Golf7 gelobpreist wird. Ok, Citroen hatte den vorgänger des AFL schon von gaaanz langer Zeit im ID19 oder DS :) AFL hat Ford ebenso wenig wie ein IntelliLink oder MyLink (Chevy). Wir kochen alle nur mit Wasser. Die einen verkaufen es nur eben teurer oder premium-like. Interessant finde ich jedoch auch, dss viele dieser Innovationen (egal bei welcher Marke) den Kunden oftmals völlig kalt lassen. Der Kunde möchte ein Auto, das er sich auch leisten kann. Und dann sind wir wieder beim Wasserkochen angelangt...

2
uwe meier
16.01.2013

Hallo Jörg K., der eine hat eine Frontscheibenheizung, der andere bietet ein Schnellheizsystem an. Der eine bietet einen Einparkassistenten an, der andere hat eine Rückfahrkamera. Der eine hat ein DKG, der andere eine butterweich schaltende Automatik. Der eine bietet einen Lenkeingriff (den ich persönlich ablehne, hier findet gerade eine interessante diskussion statt: http://www.auto-motor-und-sport.de/forum/threads/2835-Ist-Assistenzsystemen-zu-trauen) der andere einen Fahrradträger.Ford und auch Opel bauen mittlerweile wieder sehr gute Autos aber eine Brenchmark sehe ich weder bei Opel noch bei Ford.

3
Jörg K.
16.01.2013

@ Daniel W. und Mr. T, Opel baut keine schlechten Fahrzeuge. Ich denke da sind wir uns einig. Es liegt aber klar auf der Hand, dass Opel in Sachen Innovationen hinter Ford ist. z.B.: Doppelkupplungsgetriebe, Active-City-Stop, aktiver Einpark-Assistent, Spurhalteassistent mit aktivem Lenkeingriff, Notrufassistent, Frontscheibenheizung, Türkantenschutz u.v.m. Bei den taktischen Zulassungen sind beide Hersteller gut unterwegs. Über Trommelbremsen lässt sich streiten. Hauptsache der Wagen bremst. Was nützt mir eine Lenkradheizung, wenn die Frontscheibe nur langsam auftaut?

4
Mr.T.
16.01.2013

Ich stimme Hernn W. bei seinen Aussagen über Ford "WannaBe-nchmark" absolut zu. Ich glaube Ford hat auch viel mit Kurzzulassungen im letzten Jahr gemacht und die Preise massivst unter Druck gesetzt um Marktanteile zu retten...

5
Daniel W.
16.01.2013

Wo setzt Ford "Benchmark"??Was hat Ford, der Wettbewerb nicht hat??Kann ich im Fiesta eine Lenkradheizung bestellen???Ich glaube, nein.Und Trommelbremsen sind sicher sehr Benchmark.Ford bietet in meinen Augen Standardware an.Mir kann es egal sein, was mit Opel passiert. Aber die Fahrzeuge haben in den letzten Jahren einiges dazu gelernt und sind keinesfalls so schlecht wie ihr Ruf.

6
Josef Wagner
15.01.2013

Ford hat im Gegensatz zu Opel zeitgemäße Produkte die in vielerlei Hinsicht den Benchmark setzen! Das muss Opel noch viel aufholen und das geht nicht mit Sparmaßnahmen... mal sehen wo Opel in zwei Jahren ist, Nur über den Preis Autos zu verkaufen geht nicht lange gut

7
Klaus Reincker
15.01.2013

Über die Werksschließung bei Ford wurde ausführlich berichtet - nicht zuletzt durch die Übergriffe vor dem Kölner Werkstor durch die belgischen Kollegen. Vielleicht werden die Nachrichten über andere Hersteller aber nicht so ausgiebig kommentiert wie die über Opel...

8
Thorsten Pötschke
15.01.2013

Das ist doch wiedermal typisch für die Medien. Wenn Opel nur 1 Werk schließen will, wird ein großes Geschrei gemacht.Ford will nun 3!! Werke schließen und bis zu 6200 Angestellte entlassen, aber das wird nur so nebenbei erwähnt. Als wenn es keine Sau interessiert.Lasst nun endlich Opel mal in Ruhe und hackt lieber auf Ford rum.......

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