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Kommentare () Kommentare (0) 18.09.2015

Diebstahlserie

Mazda bestätigt Problem beim Schließsystem

Diebstahlserie
Mazda bestätigt Problem beim Schließsystem
Mazda-Unternehmenszentrale in Japan
Mazda hat eine Sicherheitslücke beim Schlüsselsystem seiner Autos bestätigt.
© Foto: Mazda
Zum Themenspecial Kriminalität

Autodiebe nutzen eine moderne Funklösung für das Öffnen und Starten der Modelle. Betroffene Fahrzeugbesitzer können die Zugangsautomatik im Autohaus deaktivieren lassen.

Mazda hat eine Sicherheitslücke beim Schlüsselsystem seiner Autos bestätigt. In Mecklenburg-Vorpommern war der Polizei eine Diebstahlserie aufgefallen, bei der besonders Mazda-Fahrzeuge des japanischen Autoherstellers betroffen waren. Ein Sprecher der Deutschland-Zentrale in Leverkusen bestätigte der dpa das Problem. "Aber nicht nur wir sind betroffen, sondern auch andere Automobilhersteller, die ein vergleichbares Schließsystem verwenden", sagte er am Freitag.

Bei dem kriminellen Trick nutzen Autodiebe eine moderne Funklösung für das Öffnen und Starten der Autos. Bei der in Serie eingebauten Technik "Keyless Go" öffnet sich das Auto, wenn der Besitzer in rund einem Meter Entfernung mit seinem Funkschlüssel entfernt ist und gleichzeitig ein Knopf am Türgriff gedrückt wird. Die Autodiebe verstärken und verlängern mit ihrer Technik die Funkwellen der Geräte, die zum Beispiel im Haus liegen. Auch ohne im Besitz dieser Schlüssel zu sein, können sie dann die Autos öffnen und starten.

Nach Angaben des Mazda-Sprechers gebe es aktuell noch keine technische Lösung für das Problem. Die betroffenen Autobesitzer können aber bei ihrem Händler die Automatik abschalten lassen. Wenn sie das Auto öffnen wollen, müssen sie dann aktiv auf einen Knopf an dem Funkschalter drücken. "Eine zweite Möglichkeit ist, die Funkfernbedienung im Haus zum Beispiel in einem Metallkasten abzuschirmen", erklärte der Sprecher. (dpa)

Offizielles Statement: Das sagt Mazda Deutschland

In verschiedenen Medienberichten wurde Mazda als besonders betroffene Marke bei Fahrzeugdiebstählen in der jüngsten Vergangenheit in bestimmten Regionen Deutschlands genannt. Darüber hinaus habe Mazda ein Problem mit dem Schließsystem der gestohlenen Fahrzeuge bestätigt. Diese Interpretationen entsprechen jedoch nicht der Faktenlage, die sich zurzeit wie folgt darstellt:

Das bundesweite Volumen an entwendeten Mazda Fahrzeugen beträgt laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) von Januar bis August 2015 257 Einheiten. Im Gesamtjahr 2014 wurden bundesweit 356 Mazda entwendet, nach 470 Fahrzeugen im Jahr 2013. Damit bewegen sich die Veränderungen innerhalb üblicher Schwankungsbreiten. Je 1.000 zugelassener Fahrzeuge wurden im Jahr 2013 0,6 und 2014 0,4 Mazda Fahrzeuge entwendet. Im Vergleich zu anderen Marken ist dies laut der Statistik des GDV ein durchschnittlicher Wert im Mittelfeld.

Von den in den letzten beiden Monaten dieses Jahres bundesweit entwendeten Mazda Fahrzeugen waren nach Mazda Informationen 40 Prozent mit einem schlüssellosen Zugangssystem ausgestattet, wie es von verschiedenen Automobilherstellern verwendet wird. Die Mehrzahl dieser entwendeten Mazda Fahrzeuge verfügt über ein konventionelles Schließsystem (Zentralverriegelung mit Fernbedienung) inklusive Wegfahrsperre. Aufgrund der vorliegenden Informationen lässt sich zurzeit nicht feststellen, ob die in den jüngsten Medienberichten genannte Methode zum Überwinden der Sicherungseinrichtungen der Fahrzeuge tatsächlich angewendet wurde.

Mazda ist bestrebt, gemeinsam mit den ermittelnden Behörden und den Zulieferern der technischen Sicherungssysteme den Schutz der Mazda Fahrzeuge gegen Entwendung weiter zu verbessern.

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