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Kommentare (5) 01.02.2013

Einenkel

Opel Bochum als Opfer für andere Standorte

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Opel Bochum als Opfer für andere Standorte
Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel
Rainer Einenkel: "Wir bestehen weiterhin darauf, dass hier Autos gebaut werden."
© Foto: Clemens Bilan/ddp.

Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel wirft seinen Kollegen an anderen Opel-Standorten vor, die Fahrzeugproduktion im Ruhrgebiet zugunsten ihrer eigenen Werke opfern zu wollen.

Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel wirft seinen Kollegen an anderen Opel-Standorten vor, die Fahrzeugproduktion im Ruhrgebiet zugunsten ihrer eigenen Werke opfern zu wollen. "Wir sollen verzichten, damit wir Investitionen für andere Werke finanzieren können", sagte Einenkel am Freitag bei einer Informationsveranstaltung für die Belegschaft in Bochum.

Die Tarifkommission der IG Metall hatte am Dienstag einen Forderungskatalog für die weiteren Verhandlungen über die Zukunft der Opel-Standorte beschlossen. Von einem Erhalt der Fahrzeugproduktion in Bochum über 2016 hinaus war dort keine Rede. Einenkel gibt sich aber weiter kämpferisch. Auf dem Podium vor der Belegschaft bekräftigte er, in den Verhandlungen weiter dafür kämpfen zu wollen, dass in Bochum auch nach 2016 Autos vom Band rollen.

Einenkels Forderung "Wir bestehen weiterhin darauf, dass hier Autos gebaut werden" erntete den Applaus der rund 650 am Werkstor 4 versammelten Mitarbeiter der Frühschicht. Mit Pfiffen und "Auszahlen! Auszahlen!"-Rufen forderten die Opelaner die Auszahlung der bisher gestundeten Tariferhöhung. Opel verlangt von der Belegschaft massive Einsparungen, bis der Autobauer wieder Gewinn macht. Eine Einigung muss nach einem Ultimatum des Managements spätestens Ende Februar gelingen - sonst droht das vorzeitige Aus der Autofertigung in Bochum schon Ende 2014. (dpa)

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5 Kommentare
1
Michael Kühn
04.02.2013

Ich vergaß, den Verkauf von z. B. Saab noch einmal ins Gedächtnis zu rufen;VERKAUFT, und was passierte denn dann den Mitarbeitern, welche im Vorfeld Zugeständnisse machten? - IN DEN HINTERN GETRETEN - DESWEGEN: "Kralle, was jetzt noch geht, denn später ist nix mehr vorhanden; (ich habe für meine Mitarbeiter und mich kurz vor der Insolvenz noch einiges retten können, + das als Chef der Abtlg. !! )

2
K. Wempe
04.02.2013

@ Thommy K.: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man eigentlich den Mund halten. Mal abgesehen davon, dass ein Betriebsrat in jedem Unternehmen eine wichtige Instanz ist (nicht nur aus Arbeitnehmersicht), gehen sie einmal davon aus dass ein Herr Einenkel nicht bestimmen kann ob gestreikt wird oder nicht. Dies entscheiden die Mitarbieter in einer Abstimmung. Ebenso halte ich es für legitim, dass die Gelder der gestundeten Tariferhöhung eingefordert werden. Was haben die Leute denn noch zu verlieren, außer dass sie wg. des Lohnverzichts dann auch noch wenigern ALG bekommen? Sie scheine da eher ein Problem mit Betriebsräten allgemein zu haben, das gehört hier aber nicht her.

3
D B
04.02.2013

Ich bin der Meinung,das sich die Bochumer nicht wundern müssen. Als Rüsselsheim die Gehälter gekürzt worden sind wurde es mit murren akzeptiert- Als es hiess es wird weniger Urlaub geben auch-Alles um den Arbeitsplatz zu erhalten!Man sollte sich nicht wundern wenn man gegen alles Sturm läuft , daß es sich auch mal rächt!

4
Thommy K
01.02.2013

Herr Einenkel ist eine Strafe für die Opel-Mitarbeiter ..Mit seinen albernen Forderungen errreicht er gar nichts...Was wil er denn machen ? Die Arbeit ruhen lassn und streiken ? Was anderes will GW doch auch nicht ... Herr E. ist offensichtlich seine Position zu Kopf gestiegen ..frei nach dem Motto : Was juckt es ein (GM-)Eiche, wenn sich ein Wildschwein(bitte sinnblidlich verstehen)dran scheuert..

5
Michael Kühn
01.02.2013

Rainer Einenkel´s Engagement in Ehren, aber Tariferhöhung zu Lasten der Restdauer des Werks würde ich persönlich sogar noch befürworten. Für mich ist jedenfalls Fakt: GM zieht die Fäden von seinen Marionetten (Opel) und wird sich den Forderungen gegengüber, eher unbeeindruckt zeigen. Für nötigen Absatzzahlen, die ein Werk profitabel machen, wurde in früheren Jahren, bereits eine falsche Weichenstellung getätigt. Wie lange soll denn eine "Überproduktion" von GM noch hingenommen werden? Für GM sind ausschließlich Zahlen relevant; was bedeutet, dass Bochum in meinen Augen in jedem Fall geschlossen werden wird...; was bedeutet, jeder Verzicht auf Lohn, wird beim Arbeitslosengeld doppelt schmerzhaft + die langjährigen und älteren Mitarbeiter werden schwerer einen neuen Arbeitplatz finden. (wie wird es wohl auf dem Arbeitsmarkt im Jahr 2016 in Old-Germany ausehen, - besser ???)

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