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01.02.2013

Einigung in den USA

Klagen gegen Porsche in Deutschland möglich

Einigung in den USA
Klagen gegen Porsche in Deutschland möglich
Die milliardenschweren Forderungen von Hedgefonds gegen die Porsche SE önnten bald deutsche Gerichte beschäftigen.
© Foto: Imago/Blickwinkel/Archiv/AHO-Montage

Die milliardenschweren Forderungen von Hedgefonds gegen die Porsche könnten bald deutsche Gerichte beschäftigen: Die Verfahren in New York wurden zwar geschlossen - dafür dürfen die Fonds jetzt hierzulande klagen.

Die Aktie des Sportwagenbauers Porsche hat am Freitag von der Einigung der Porsche Holding mit Klägern in den USA profitiert. Der Kurs der Papiere stieg am Vormittag um rund 3,5 Prozent auf 66,32 Euro. Zuvor hatte die Porsche Automobil Holding SE mitgeteilt, man habe sich mit den Fondsgesellschaften geeinigt, alle Verfahren vor dem New York State Supreme Court zu schließen. Damit ist die Porsche Holding die milliardenschweren Klagen zwar nicht endgültig los, kann die Verfahren damit aber praktisch nach Deutschland holen.

Hintergrund sind Rechtsstreitigkeiten um die Übernahmeschlacht mit VW. Insgesamt 26 Fondsgesellschaften werfen dem Konzern in dem Zusammenhang Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung vor. Sie wollten in den USA insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Dollar (rund 1 Milliarde Euro) von der Porsche Holding.

Der New York State Supreme Court hatte im Dezember entschieden, dass New York nicht der richtige Gerichtsstand für die Beurteilung der Ansprüche der Hedgefonds sei. Diese hatten Berufung angekündigt. Darauf verzichteten die Kläger nun, hieß es in der Porsche-Mitteilung.

Keine Verjährung geltend machen

Im Gegenzug verzichtet Porsche darauf, eine mögliche Verjährung geltend zu machen. Das gelte für Klagen, die innerhalb von drei Monaten in Deutschland eingereicht werden. Unabhängig davon hatte die Porsche SE am Donnerstag erneut betont, man halte die geltend gemachten Ansprüche weiter für unbegründet.

Die verlorene Übernahmeschlacht mit VW hat der Porsche Holding milliardenschwere Klagen eingebracht, Anleger fühlten sich getäuscht. Das Unternehmen kämpft auch in Deutschland mit mehreren Klagen. Darüber hinaus ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wegen der gescheiterten Übernahme unter anderem gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Die Behörde hatte kurz vor Weihnachten Anklage gegen den 60-Jährigen wegen Aktienkursmanipulation erhoben. Wiedeking weist die Vorwürfe zurück. (dpa)

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