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Kommentare (3) 22.02.2013

Erfolgsboni neu geregelt

VW-Aufseher kürzen Winterkorn-Gehalt

Erfolgsboni neu geregelt
VW-Aufseher kürzen Winterkorn-Gehalt
Martin Winterkorn
zum Themenspecial: VW
VW-Boss Winterkorn bekommt für das Geschäftsjahr 2012 "nur" 14,5 Millionen Euro.
© Foto: Imago/Contrast/Behrend

Bis zu 20 Millionen Euro für ein einzelnes Geschäftsjahr? Das erschien den Aufsichtsräten des erfolgsverwöhnten Konzerns zu viel. Doch nicht nur Martin Winterkorn soll für 2012 weniger Geld bekommen.

Der Vorstand von Volkswagen bekommt nach heftiger Kritik an der Höhe des Gehalts von Konzernchef Martin Winterkorn deutlich weniger Geld für das vergangene Jahr. Der VW-Aufsichtsrat beschloss am Freitag in Wolfsburg eine Neuregelung der umstrittenen Bonuszahlungen. Diese senkt auch die Vergütung Winterkorns. Er bekommt nach rund 17,5 Millionen Euro für das Jahr 2011 nun 14,5 Millionen Euro, wie der Autobauer nach einer Sitzung des Gremiums mitteilte. Die Aufseher passten dabei die Richtlinien für erfolgsabhängige Komponenten in den Vorstandsbezügen an.

Demnach sollen Boni nur noch für Geschäftsjahre fließen, in denen Volkswagen einen Betriebsgewinn von mindestens fünf Milliarden Euro verbucht. Die Berechnung der ebenfalls variablen "langfristigen Anreize" – sie liegt in der Regel ebenfalls über dem festen Grundgehalt der Top-Manager – bleibt dagegen unverändert. Insgesamt bekommt der achtköpfige Vorstand für 2012 etwa 56 Millionen Euro. Für das Vorjahr hatten die Manager noch rund 70 Millionen Euro erhalten.

Nach Angaben des Konzerns war die Reform nötig geworden, weil sich die Geschäfte in den vergangenen zwei Jahren positiver entwickelten als angenommen. Zudem beschlossen die Aufseher eine Bonusbegrenzung für Winterkorn auf höchstens 6,75 Millionen Euro für die Jahre 2012 und 2013 – für 2011 hatte er einen Bonus von mehr als elf Millionen Euro erhalten. Die übrigen sieben Mitglieder des VW-Vorstands können auf diese Weise maximal 2,5 Millionen Euro zusätzlich verdienen.

Der Aufsichtsrat will nach den "intensiven Erörterungen" der vergangenen Monate laufend prüfen, ob das System nachjustiert werden muss. Für besondere Leistungen können einzelne Mitglieder der Chefetage einen Zuschlag von 50 Prozent des normalen Bonus bekommen.

"Martin Winterkorn ist sein Geld wert"

Winterkorn hätte nach Medienberichten bei einem Festhalten am alten Bonussystem bis zu 20 Millionen Euro für das Rekordjahr 2012 eingestrichen. Auch er selbst hatte aber Verständnis gezeigt, dass eine solche Höhe nicht mehr zu vermitteln sei (wir berichteten). Rückendeckung bekam der Vorstandsvorsitzende von Betriebsratschef Bernd Osterloh: "Obwohl wir in bestehende Verträge eingreifen, haben wir eine gemeinsame Lösung gefunden." Winterkorn habe außerdem für weltweit 100.000 neue Jobs mit gesorgt. "Auch deshalb ist Martin Winterkorn sein Geld wert." (dpa)

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3 Kommentare
1
Michael Kühn
25.02.2013

@ Dieter M. Hölzel,Hallo Herr Hölzel, wenn ich mir diese einfache Anrede erlauben darf.Ich denke, dass Herr Winterkorn durchaus viel Geld wert ist.Und wenn ich Herrn Winterkorn richtig einschätze, so hat er für sich die Aufgabenstellung seines Job`s primär im Blickfeld und ist ein "Überzeugungstäter". Ferner denke ich, dass er sich durchaus nicht "bestraft" fühlt, sondern auch mit seinen geringeren Bezügen ein Beispiel in unserer "Mehr/Größer - Gesellschaft zeigt, wie jemand sich mit bestem Gewissen einer Aufgabe stellt und nicht banal einfach "kaufen" läßt. Er ist ein würdiger Nachfolger von Piech, der VW wieder auf Kurs brachte und das für weit weniger Geld... Es gibt Dinge, die man für Geld nicht kaufen kann, die persönliche Verbundenheit zur Marke VW in der glücklichen Verbindng von besonderen Fähigkeiten machen seinen Erfolg aus und ist in meinen Augen unbezahlbar.

2
MH
25.02.2013

Jeder Konzern darf sich glücklich schätzen, einen Dr. Piech zusammen mit einem Dr. Winterkorn zu haben = Qualität und Quantität, perfektes Ergebnis. Darf gehofft werden, dass unsere tarditionsmarkke Mercedes diesem Vorbild folgt und die richtigen Leute oben possitioniert, ob ein Herr Bernhard für die Zukunft der Richtig ist, darf bezweifelt werden.

3
Dieter M. Hölzel
22.02.2013

Welche " Strategen " haben denn nun das beschlossen ? Winterkorn hatdas Unternehmen um Milliarden besser gemacht, dafür bekommt er nun weni-ger Geld. Da spricht doch mal so richtig der SOZI und Gewerkschaftsneidgegen gute Leute. Winterkorn gehört nicht zu den Versagern, die für weniger Minus Beifall bekommen, er ist ein Könner und Macher. Marktwirt-schaft hat doch was mit Leistung zu tun oder lebe ich schon in eineranderen Republik, wo mit faulen Zitronen gehandelt wird? Vielleicht istWinterkorn besser bei GM aufgehoben um dort mal denen richtig Feuerunter dem ausgesessenen Sitzfleisch zu machen, vielleicht für 25 Mio.,oder bei den Japanern für einen kleinen Zuschlag. Skandalös finde ich,dass der Betriebsratschef meint das Winterkorn sein Geld wert ist, aberWinterkorn bekommt weniger. Muß man das verstehen, solchen Unfug ? Genaudas ist aber nicht vermittelbar und nicht umgekehrt.

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