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Kommentare () Kommentare (0) 14.02.2013

GM-Bilanz

Opel macht kräftig Miese

GM-Bilanz
Opel macht kräftig Miese
Tiefrote Zahlen: Opel bereitet General Motors derzeit viel Kummer.
© Foto: Mark Keppler/dapd

Die Absatzkrise in Europa verschärft die prekäre Lage bei Opel zusätzlich. 2012 machte der Mutterkonzern GM auf dem Kontinent 1,8 Milliarden Dollar Verlust. Insgesamt steht der US-Riese aber noch gut da.

Die Autokrise in Europa hat Opel voll erwischt: Im vergangenen Jahr schrieb der Mutterkonzern General Motors (GM) auf dem Kontinent einen operativen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Detroit mitteilte. Damit liegt das Minus am oberen Ende der im Oktober genannten Erwartungen von 1,5 bis 1,8 Milliarden Dollar – je nach Fortschritt der Restrukturierung, hieß es seinerzeit.

Der Autobauer hatte 2012 gut 2.600 Stellen abgebaut und zum Jahresende noch 37.000 Menschen in Europa beschäftigt. Im vierten Quartal 2012 fielen nach den Angaben Restrukturierungskosten von 100 Millionen Euro in Europa an.

Allein im Schlussquartal verloren die Amerikaner auf dem schwierigen europäischen Markt rund 700 Millionen Dollar – und damit genauso viel wie im gesamten Jahr 2011. Das dürfte den Druck auf die Arbeitnehmer weiter verstärken, Zugeständnisse bei der Sanierung von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall zu machen.

Akerson: "Solides Jahr"

Immerhin: General Motors konnte dank eines gutlaufenden Nordamerika-Geschäfts unterm Strich noch einen Gewinn von 4,9 Milliarden Dollar verbuchen. Im Vergleich zum Jahr 2011 war das allerdings ein Rückgang um ein Drittel. "Wir haben 2012 ein weiteres solides Jahr mit wachsendem Umsatz und dem dritten Gewinn in Folge hinter uns gebracht", sagte GM-Chef Dan Akerson.

In Europa ist die Lage allerdings ernst. Die IG Metall sieht gar Opels Existenz bedroht. Die Werke seien nur zur Hälfte ausgelastet. Nach den Zahlen vom Donnerstag produzierte GM in Europa 2012 nur 927.000 Fahrzeuge – nach 1,1 Millionen im Vorjahr. Der Absatz ging von 1,22 Millionen auf 1,05 Millionen zurück, der Marktanteil von 8,7 auf 8,5 Prozent.

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