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Kommentare () Kommentare (0) 22.12.2014

Jahresrückblick

Das Automobiljahr 2014 - Januar bis März

Jahresrückblick
Das Automobiljahr 2014 - Januar bis März
Der Aufreger im Frühjahr 2014: Der ADAC-Skandal um den Leserpreis "Gelber Engel"
© Foto: picture alliance / dpa

Wichtige Persönlichkeiten, bedeutende Entwicklungen, eindrucksvolle Bilder: Was bewegte die Branche im Jahr 2014? Der große AUTOHAUS Jahresrückblick zeigt in vier Folgen die Highlights. Teil 1: Januar bis März.

Januar

2.1. Fiat erwirbt in einem 4,35 Milliarden Dollar (3,16 Milliarden Euro) schweren Geschäft den noch fehlenden Minderheitsanteil an Chrysler, den bislang der Gesundheitsfonds der nordamerikanischen Autogewerkschaft UAW hält.

3.1. Tauwetter im sozialistischen Kuba: Die Castro-Regierung erlaubt ihren Bürgern ab sofort den Kauf von Neuwagen.

7.1. In einer französischen Reifenfabrik des US-Konzerns Goodyear nehmen Arbeiter mehr als einen Tag lang zwei Manager als Geiseln. Die an der Tat beteiligten Mitarbeiter wollten mit der spektakulären Aktion am Standort Amiens-Nord Verhandlungen über höhere Abfindungen erzwingen. Das Werk dort soll komplett geschlossen werden.

10.1. "Weiter so" könnte das Motto der diesjährigen North American Auto Show in Detroit (13. bis 26. Januar) heißen. Denn obwohl sich die Krise der ehemaligen Branchenmetropole im vergangenen Jahr bis zur Zahlungsunfähigkeit zugespitzt hat, haben Amerikas Autokäufer im Rest des Landes zugeschlagen wie schon seit Jahren nicht mehr. Im Mittelpunkt der immer noch wichtigsten US-Automesse stehen daher diesmal passenderweise zahlreiche Luxus- und Sportwagen.

10.1. Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen bietet ab sofort ihre automobilwirtschaftlichen Bachelor- und Masterprogramme mit internationalen Studienabschlüssen an.

13.1. AUTOHAUS ehrt zusammen mit den Kooperationspartnern Betzemeier automotive software und der FFS Group die Sieger des Wettbewerbs um die beste Händlerwebsite. Zur feierlichen Preisverleihung der "digital trophy" kommen die drei Sieger – allen voran der Erstplatzierte: Autohaus Renck-Weindel –, die Gewinnermarken sowie Vertreter der meisten Top-10-Platzierten auf Einladung der FFS-Bank nach Stuttgart.

14. Januar: Mit einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" beginnt der ADAC-Skandal um Fälschungen beim Autopreis "Gelber Engel". Der Club muss wenige Tage später Manipulationen eingestehen. In den folgenden Wochen werden immer neue Vorwürfe laut. Am 10. Februar bestätigen unabhängige Gutachter: Bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" war neben geschönten Teilnehmerzahlen auch die Rangfolge gefälscht. ADAC-Präsident Meyer kommt einer Amtsenthebung zuvor und tritt zurück. Deutsche Autokonzerne geben ihre Preise zurück.

16.1. Feierlicher Start ins neue Jahr: Die deutsche Autobranche läutet über den Dächern von München das Autojahr 2014 ein. Highlight des dritten Neujahrsempfangs von Springer Automotive Media ist die Verleihung der neuen Image-Awards "Best Brands" durch AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel und asp-Chefredakteur Frank Schlieben. Unterstützt wird die Gala von CarGarantie, Castrol und Rath, Anders, Dr. Wanner und Partner.

17.1. Daimler steigt als erster Autobauer ins Geschäft mit internationalen Reisen ein. "Mercedes-Benz Travel" können aber vorerst nur Interessenten aus China nutzen, wo Mercedes mit einem Spezialisten für Online-Reisen zusammenarbeitet.

23.1. EU eröffnet Verfahren gegen Deutschland: Im Streit um Auto-Kältemittel geht die EU-Kommission gegen Deutschland vor. Denn deutsche Behörden lassen zu, dass Daimler ein inzwischen weitgehend verbotenes Kältemittel für Auto-Klimaanlagen weiter nutzt.

27.1. Der Geschäftsführer von Indiens größtem Autohersteller Tata Motors, Karl Slym, ist in Bangkok von einem Hotelbalkon aus in den Tod gestürzt. Die Polizei geht von Selbstmord aus.

27.1. ATU ersetzt Geschäftsführer Hans-Norbert Topp: Norbert Scheuch übernimmt interimistisch den Vorsitz der Geschäftsführung und kündigt an, alle Standorte nochmals kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

27.1. Die neue GM-Chefin Mary Barra besucht auf ihrem ersten Auslandsbesuch den Opel-Standort Rüsselsheim. Sie kündigt Investitionen zur Zukunftssicherung an: "Wir werden die Zukunft des Werkes mit einem neuen Modell sicherstellen."

29.1. Die Deutsche Automobil Treuhand DAT treibt die Expansion von Fairgarage voran. Der Startschuss für den bundesweiten Roll-out der Servicebörse fällt beim Neujahrsempfang des bayerischen Kfz-Gewerbes in München. Geplant ist, bereits in diesem Jahr eine flächendeckende Verfügbarkeit von Fairgarage-Werkstätten in Deutschland zu erreichen.

Februar

3.2. Die Emil Frey Gruppe schickt Werner Frey an die Spitze des neuen Mitsubishi-Importeurs MMD Automobile GmbH (MMDA).

4.2. Audi treibt die Digitalisierung des Autovertriebs weiter voran. Vertriebschef Wayne Griffiths und Vertriebsnetzentwickler Horst Hanschur eröffnen den weltweit dritten "Audi City"-Cyberstore in Berlin. Audi rechne mit 200 bis 300 Verkäufen pro Jahr sowie qualifizierten Leads für das Audi-Zentrum Berlin Charlottenburg.

5.2. Daimler weitet sein Carsharing Car2go aus. Mitte Februar kommt unter dem Titel "Car2go black" erstmals auch ein Mercedes-Modell in das Angebot. 200 schwarze B-Klassen stehen in Hamburg und Berlin für den Pilot-Betrieb mit ausgewählten Kunden zur Verfügung.

5.2. Schock auf der "Händlerconvention" in Frankfurt/Main: Fiat gibt überraschend die Neustrukturierung des Händlernetzes und die Kündigung der gerade erst in Kraft getreten Verträge bekannt. Die Händler- und Serviceverträge von Fiat, Alfa Romeo und Fiat Professional werden ordentlich zum Ende Februar 2016 gekündigt.

11.2. Kfz-Innung Niederbayern übergibt Santander-Spende: Die Spenden für die Flutopfer kommen an. Die Kfz-Innung Niederbayern hat an die vom Juni-Hochwasser betroffenen Autohäuser in Niederbayern einen symbolischen Spendencheck in Höhe von insgesamt 30.000 Euro übergeben.

14.2. Für 34.900 Euro kann ab sofort der VW E-Golf bestellt werden. Die elektrische Variante des fünftürigen Kompaktmodells wird von einem 85 kW / 115 PS starken E-Motor angetrieben. Den Stromverbrauch auf 100 Kilometern gibt der Hersteller mit 12,7 kW/h an.

14.2. Branchenaufreger am Jahresanfang: Völlig überraschend kündigt die Nissan Center Europa GmbH (NCE) dem Autohaus am Ruhrdeich fristlos. Der Importeur wirft dem Händler vor, sich bei den Umfragen zur Kundenzufriedenheit nicht vertragsgemäß verhalten zu haben. Der Händlerverband hält das für eine Schikane-Kündigung und fordern die Rücknahme der außerordentlichen Kündigung.

17.2. Daimler verklagt den Südwestrundfunk (SWR) wegen einer Reportage über Dumpinglöhne in einem Werk des Autobauers. "Der Film suggeriert unrechtmäßiges Handeln auf unserer Seite und dies war nicht der Fall", heißt es.

18.2. Mit einem milliardenschweren Rettungspaket will sich PSA Peugeot Citroën aus der Existenzkrise kämpfen. Neben dem Einstieg des chinesischen Herstellers Dongfeng wollen die Franzosen mit der Ausgabe neuer Anteile und Aktienoptionen frisches Geld einsammeln. Außerdem setzen sie auf frische Geldströme aus einer neuen Partnerschaft ihrer Autobank. Auch der französische Staat übernimmt Anteile, um zu verhindern, dass die Chinesen die Kontrolle über das französische Traditionsunternehmen erlangen.

25.2. Die Autobranche muss in der EU ab 2020 schärfere Klimaauflagen für Neuwagen einhalten, bekommt bei der Umsetzung aber mehr Zeit als ursprünglich geplant. Das EU-Parlament stimmte für diesen Kompromiss. Bei neuen Autos soll die Obergrenze für den Ausstoß des Treibhausgases CO2 ab 2021 auf 95 Gramm pro gefahrenen Kilometer (g/km) gesenkt werden. Dabei müssen ab 2020 bereits 95 Prozent der Flotte diesen Wert unterschreiten. Ab 2015 soll der zulässige Grenzwert zunächst bei 130 g/km liegen.

26.2. Das EU-Parlament hat einen Gesetzentwurf zur Einführung des Notrufsystems E-Call verabschiedet. Ab Oktober 2015 sollen alle neu typgeprüften Auto- und Lieferwagenmodelle in der EU mit dem System ausgerüstet sein.

März

4.3. Die europäische Kfz-Branche trauert um einen "Elder Statesman": Völlig unerwartet stirbt am Dienstag Helmuth H. Lederer während eines Besuchs des Autosalons in Genf. Der Österreicher wird 77 Jahre alt.

5.3. GM-Chefin Mary Barra überwacht persönlich den jüngst gestarteten Rückruf von gut 1,6 Millionen älteren Autos, bei denen der Zündschlüssel während der Fahrt in die Aus-Position zurückspringen kann. Unfälle mit 13 Toten werden mit dem Defekt in Verbindung gebracht. Der Fall weitet sich im März immer weiter aus und entwickelt sich zum Image-Desaster. Anfang April muss Barra vor dem US-Kongress aussagen. Der Vorwurf: GM wusste bereits früher Bescheid.

7.3. Der Fahrzeugbestand in Deutschland hat mit insgesamt 61,5 Millionen Einheiten einen neuen Höchststand erreicht. Damit kommen aktuell 658 Kfz auf 1.000 Einwohner.

10.3. Die neuen europäischen Klimaauflagen für Neuwagen ab 2020 sind endgültig beschlossene Sache. Im Schnitt dürfen die Autos dann nicht mehr als 95 Gramm des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. Die EU-Staaten verabschiedeten ein entsprechendes Gesetz am Montag in Brüssel.

11.3. Neuwagen in der EU müssen ab 2018 erstmals nach vier Jahren zur Hauptuntersuchung (HU). Danach ist die Prüfung alle zwei Jahre fällig. Das EU-Parlament stimmt für diesen Kompromiss.

13.3. Einen deutlichen Zuwachs der Streitfälle vor den bundesweit 130 Kfz-Schiedsstellen vermeldet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) . So gab es im vergangenen Jahr 11.669 Anträge von Werkstattkunden und Gebrauchtwagenkäufern, 17,4 Prozent mehr als 2012.

19.3. Nach Bränden in zwei Exemplaren des neuen Porsche 911 GT3 tauscht der Sportwagenbauer die Motoren in allen bereits ausgelieferten Autos aus. Die Ursache für die Motorbrände war eine gelöste Verschraubung an einem Pleuel.

25.3. Die Grünen im Bundestag fordern eine Null-Promille-Grenze für alle Autofahrer in Deutschland – und starten damit eine innerparteiliche sowie gesellschaftliche Debatte.

26.3. Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen wirft der Werkstattkette ATU vor, durch Angebote unter Einstandspreis seriös kalkulierende Wettbewerber vom Markt verdrängen zu wollen. Deswegen hat sich der Landesverband jetzt an das Bundeskartellamt gewandt. ATU wehrt sich mit einer Unterlassungsklage gegen den "Dumping"-Vorwurf.

28.3. Umdenken bei Opel: Die Marke mit dem Blitz zieht sich zum Januar 2015 komplett aus China zurück. Modelle wie Insignia, Astra oder Mokka sollen künftig unter dem Label der GM-Schwestermarke Buick vertrieben.

28.3. Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart weist am heutigen Freitag die Klage der BMW-Händler gegen die Dekra ab. Eine Revision wird nicht zugelassen. Die Kläger wollten Schadenersatz von der Sachverständigenorganisation, weil die Marktpreise, die die Dekra für die herstellereigenen Leasinggesellschaften der BMW AG ermittelt hatte und die für die Händler verbindlich waren, aus ihrer Sicht im Jahr 2008 nicht marktgerecht waren.

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