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08.02.2013

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Daimler erwartet Durchbruch in China

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Daimler erwartet Durchbruch in China
Ausgerechnet China, das Schlaraffenland der Nobelautobauer, ist für Daimler ein Klotz am Bein.
© Foto: Imago/Xinhua

Laut einem Medienbericht wollen die Schwaben 2013 den Turbo zünden und satte 30 Prozent mehr Autos verkaufen als im Jahr davor. Das Dementi aus Stuttgart folgte prompt.

Der in China bisher nur schleppend vorankommende Autobauer Daimler erwartet laut einem Magazin-Bericht dieses Jahr den großen Durchbruch. Die Schwaben rechneten für 2013 im Reich der Mitte mit einem Absatzplus von satten 30 Prozent, schreibt der "Focus" (Montag) unter Berufung auf "vertrauliche interne Planzahlen". Demnach stehe dort für China das Ziel 274 000 Autos.

Eine Daimler-Sprecherin dementierte die Angaben am Freitag: "Das entspricht nicht unserem Planungsstand." Nähere Informationen gab sie nicht. Daimler hatte 2012 in China 196.211 Mercedes-Benz und rund 16.000 Smart abgesetzt – zusammen also gut 210.000 Pkw. Damit war das asiatische Riesenreich drittgrößter Absatzmarkt für Mercedes-Benz. Offiziell ist bei Daimler das Planziel, 2015 in China 300.000 Pkw zu verkaufen, rund zwei Drittel davon lokal produziert.

Im "Focus"-Bericht stehen weitere Zahlen, die die Konzernsprecherin ebenfalls als unzutreffend bezeichnete. Laut dem Magazin soll die neue A-Klasse, in die Daimler große Hoffnungen setzt, dieses Jahr auf 180.000 Verkäufe kommen, davon allein 71.000 Mal in Deutschland.

Daimler hatte vor knapp einem Jahr für seine Pkw-Kernmarke mit dem Stern folgende Absatzziele kommuniziert: 2014 weltweit mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge, 2015 mehr als 1,6 Millionen. Hinzu kommt dabei in der Pkw-Rechnung noch der Smart, der 2012 gut 100.000 Käufer fand. In der Summe (Mercedes-Benz, Smart, AMG und der auslaufende Maybach) hatte Daimler 2012 rund 1,45 Millionen Fahrzeuge abgesetzt – Rekord.

Zahlreiche Baustellen

In China lähmte Daimler bisher ein zweigeteiltes Vertriebssystem, das die lokal gebauten und die importierten Fahrzeuge unterteilte. Das wurde vor wenigen Wochen reformiert. Außerdem hat Daimler eigens ein China-Vorstandsressort geschaffen. Hubertus Troska ist seit Ende des Jahres Chef für "alle Aspekte des dynamischen Marktes". Daimler will dort unter anderem sein Autohändlernetz zügig ausbauen. 

Daimlers zentrale Pkw-Sparte fährt derzeit Audi und BMW hinterher und will bis 2020 wieder Nummer eins sein. In China ist der Abstand besonders auffällig: Den rund 210.000 Daimler-Autos standen 2012 bei BMW 326.444 Autos gegenüber, Audi kam sogar auf 405.838 Fahrzeuge. (dpa)

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