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Kommentare (1) 19.02.2013

Markttransparenz

Kabinett beschließt bessere Benzinpreis-Info

Markttransparenz
Kabinett beschließt bessere Benzinpreis-Info
Größere Tankstellen müssen bald elektronisch melden, wenn sie ihre Preise für Super E5, Super E10 und Diesel ändern.
© Foto: Nigel Treblin/dapd

Das Bundeskabinett machte am Dienstag den Weg für den Aufbau einer Markttransparenzstelle frei. Größere Tankstellen müssen innerhalb von fünf Minuten elektronisch melden, wenn sie ihre Preise ändern.

Deutschlands Autofahrer können sich bald rund um die Uhr über die günstigsten Tankstellen in ihrer Nähe informieren. Das Bundeskabinett machte am Dienstag mit einer noch fehlenden Verordnung endgültig den Weg frei für den Aufbau einer neuen Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt. An sie müssen größere Tankstellen innerhalb von fünf Minuten künftig elektronisch melden, wenn sie ihre Preise für Super E5, Super E10 und Diesel ändern.

Die Preis-Infos sollen fast in Echtzeit an Autofahrer über Internet-Portale, Handy-Apps oder Auto-Navis verbreitet werden. "Ich bin zuversichtlich, dass diese Tankstellen-Apps bis zum Sommer stehen", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

Der Bundesrat hatte bereits im November die Marktransparenzstelle gebilligt, was aber noch fehlte war die Verordnung zur Datensammlung und Datenweitergabe. Befasst sich der Bundestag während der drei nächsten Sitzungswochen nicht mit der Verordnung, gilt die Zustimmung des Bundestags laut Wirtschaftsministerium als erteilt. Der Bundesrat müsse der ergänzenden Verordnung nicht mehr zustimmen.

Rösler sagte, die Verordnung stärke den Tankstellen-Wettbewerb und die Rechte der Autofahrer. Viermal täglich ändert sich laut Statistischem Bundesamt an Tankstellen im Schnitt der Preis. Die Bundesregierung erhofft sich davon mehr Transparenz und hofft durch die schärfere Preiskontrolle auf weniger Auf und Abs beim Spritpreis an den rund 15.000 Tankstellen in Deutschland. Zunächst war geplant, dass die Preise zwar gemeldet werden müssen, aber nicht veröffentlicht werden. Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) hatte daher vor "einem Datenfriedhof hinter verschlossenen Türen" gewarnt.

Hauptgeschäftsführer Klaus Picard betonte nun, Markentankstellen veröffentlichten ihre Preise schon seit geraumer Zeit im Internet. "Wir freuen uns, dass die Politik dieses Beispiel jetzt aufgreift und die Voraussetzung schafft für eine verbraucherfreundliche Übersicht über alle Preise", sagte Picard nach der Kabinettsentscheidung.

ACE kritisiert lückenhaften Preisvergleich

Der Auto Club Europa sieht in dem neuen Angebot zu große Lücken, da kleinere Tankstellen aus Bürokratiegründen ausgenommen werden. Sprecher Rainer Hillgärtner kritisierte, von der Meldepflicht seien Tankstellen mit einem Jahresabsatz von weniger als 1.000 Kubikmetern Kraftstoff befreit. Verbraucher müssten in die Lage versetzt werden, Preisunterschiede zwischen allen Anbietern vergleichen und für sich ausnutzen zu können, sagte Hillgärtner der "Leipziger Volkszeitung". (dpa)

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1 Kommentar
1
Dieter M. Hölzel
20.02.2013

Der kleine ACE gackert da auch mit, was dem großen ADAC nicht gelungenist, nämlich einen konsequenten Spritstreick über mehrere Wochenenden.Das hätte Wirkung gezeigt, aber da stehen ja die engen Verbindungen zurPolitik wohl im Weg, wenn der Staat weniger Steuern abzocken würde. Dasehe ich die Interessen der 18 Mio Mitglieder des ADAC überhaupt nichtvertreten, wenn dieser Club der Politik in die Hände spielen sollte.Die kapitalistische Diktatur, wie das die Ölmultis sind, kann man nur am Geldbeutel treffen, eine uralte Weisheit, jedoch nicht für den ADAC.Vielleicht hilft da nur eine kollektive Kündigungswelle unter Autofahrerinnen und Autofahrern. Vielleicht auch der Verlust des e.v. Status, istder ADAC schlicht ein Wirtschaftsunternehmen in allen Richtungen, be-trachtet man sich nur das Versicherungsgeschäft.

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