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Audi zieht beim A2 den Stecker

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Audi zieht beim A2 den Stecker
Audi nimmt Abstand von der Entwicklung des Elektroautos A2.
© Foto: Martin Öser/dapd

Nach dem R8 e-tron verabschiedet sich die VW-Tochter aus dem zweiten Projekt mit Elektroantrieb. Mittelfristig stehen in Ingolstadt Plug-In-Hybride im Entwicklungsfokus.

Nach dem R8 e-tron verabschiedet sich Audi aus dem zweiten Projekt mit Elektroantrieb. Wie das Magazin "Auto Motor und Sport" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, haben die Ingolstädter nun auch die Neuentwicklung des A2 eingestellt. Audi wolle sich künftig stärker auf die größeren Baureihen konzentrieren, hieß es.

Zudem dürften mangelnde Fortschritte bei Praktikabilität und Rentabilität des Elektroantriebs eine große Rolle gespielt haben. Audi-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer hatte jüngst in der "Welt" erklärt: "Wenn Sie heute ein rein elektrisch angetriebenes Automobil kostendeckend und gewinnbringend am Markt positionieren wollen, müssen Sie derzeit einen Preis definieren, bei dem die Kaufbereitschaft der Kunden relativ gering ist und für den Hersteller keine großen Stückzahlen übrig bleiben."

Dürheimer zeigte sich aber auch davon überzeugt, dass die Elektromobilität langfristig das Rennen machen werde. "Mittelfristig setzen wir auf Plug-In-Hybride, die deutlich mehr sind als eine Übergangstechnologie", sagte er.

Neuer A2 sollte 2015 kommen

Die Modellbezeichnung A2 steht bei Audi unter keinem guten Stern. Der zwischen 1999 und 2005 gebaute Kleinwagen mit Leichtmetallkarosserie, war in der Fertigung zu teuer und polarisierte das Publikum durch seine Form. Bis sich die hervorragende Qualität und die wirtschaftlichen Antriebe des damals kleinsten Audi-Modells herumgesprochen hatten, war die Produktion beendet. 2011 präsentierte der Hersteller auf der IAA in Frankfurt das Konzept für einen Nachfolger, der vornehmlich für elektrische Antriebe konzipiert war und 2015 Marktreife erlangen sollte.

Zuvor hatte Audi bereits den "R8 e-tron" eingemottet (wir berichteten). Zwar lieferten die zehn bereits gefertigten Fahrzeuge mit ihrem 280 kW / 381 PS starken Elektroantrieb überzeugende Fahrleistungen, doch angesichts der noch unzulänglichen Energiespeicher, ließ sich keinerlei Alltagsnutzen des Boliden herstellen – abgesehen von einem Geschwindigkeitsrekord für E-Mobile auf der Nordschleife mit einer Rundenzeit von 8:09 Minuten. (mid/tl/rp)

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