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Kommentare (4) 08.02.2013

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Audi zieht beim A2 den Stecker

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Audi zieht beim A2 den Stecker
zum Themenspecial: Audi
Audi nimmt Abstand von der Entwicklung des Elektroautos A2.
© Foto: Martin Öser/dapd

Nach dem R8 e-tron verabschiedet sich die VW-Tochter aus dem zweiten Projekt mit Elektroantrieb. Mittelfristig stehen in Ingolstadt Plug-In-Hybride im Entwicklungsfokus.

Nach dem R8 e-tron verabschiedet sich Audi aus dem zweiten Projekt mit Elektroantrieb. Wie das Magazin "Auto Motor und Sport" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, haben die Ingolstädter nun auch die Neuentwicklung des A2 eingestellt. Audi wolle sich künftig stärker auf die größeren Baureihen konzentrieren, hieß es.

Zudem dürften mangelnde Fortschritte bei Praktikabilität und Rentabilität des Elektroantriebs eine große Rolle gespielt haben. Audi-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer hatte jüngst in der "Welt" erklärt: "Wenn Sie heute ein rein elektrisch angetriebenes Automobil kostendeckend und gewinnbringend am Markt positionieren wollen, müssen Sie derzeit einen Preis definieren, bei dem die Kaufbereitschaft der Kunden relativ gering ist und für den Hersteller keine großen Stückzahlen übrig bleiben."

Dürheimer zeigte sich aber auch davon überzeugt, dass die Elektromobilität langfristig das Rennen machen werde. "Mittelfristig setzen wir auf Plug-In-Hybride, die deutlich mehr sind als eine Übergangstechnologie", sagte er.

Neuer A2 sollte 2015 kommen

Die Modellbezeichnung A2 steht bei Audi unter keinem guten Stern. Der zwischen 1999 und 2005 gebaute Kleinwagen mit Leichtmetallkarosserie, war in der Fertigung zu teuer und polarisierte das Publikum durch seine Form. Bis sich die hervorragende Qualität und die wirtschaftlichen Antriebe des damals kleinsten Audi-Modells herumgesprochen hatten, war die Produktion beendet. 2011 präsentierte der Hersteller auf der IAA in Frankfurt das Konzept für einen Nachfolger, der vornehmlich für elektrische Antriebe konzipiert war und 2015 Marktreife erlangen sollte.

Zuvor hatte Audi bereits den "R8 e-tron" eingemottet (wir berichteten). Zwar lieferten die zehn bereits gefertigten Fahrzeuge mit ihrem 280 kW / 381 PS starken Elektroantrieb überzeugende Fahrleistungen, doch angesichts der noch unzulänglichen Energiespeicher, ließ sich keinerlei Alltagsnutzen des Boliden herstellen – abgesehen von einem Geschwindigkeitsrekord für E-Mobile auf der Nordschleife mit einer Rundenzeit von 8:09 Minuten. (mid/tl/rp)

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4 Kommentare
1
T. Meier
13.02.2013

Verständlich das Audi beim Elektroantrieb einn Rückzieher macht. Bis das Gesamtpaket (lange Reichweiten, günstige Akkus und damit konkurrenzfähiger Preis) funktioniert, ist wiederum der Strom zu teuer.Aber warum der A2 nicht vorgestellt wird (z.B. mit dem 1.2TDI), bleibt ein Rätsel. Damit ist ein Verbrauch um die Liter möglich, dazu ordenltich Platz für 4 Personen.Der erse A2 war schon seiner Zeit vorraus, nur leider am Markt zu teuer. Jetzt sind die Teile als GW sehr gefragt. Wer selber schon einen hatte, weiß warum.

2
K. Wempe
11.02.2013

Ich gebe meinen beiden Vorrednern Recht. Mich persönlich interessiert vielmehr die Frage, warum der Automobilindustrie Subventionen in Höhe von 1 Mrd. € gezahlt wurden, Audi jetzt aber einen Rückzieher macht? Wird jetzt das Geld zurück gezahlt? NoS hat Recht - der Vorsprung durch Technik Slogan ist für mich der gespielte Witz. Seit dem Airbag Vorläufer "Procon Ten" hat Audi keine bahnbrechende Erfindung gehabt, LED Leuchten und MMI als Vorsprung reichen einfach nicht.

3
NoS
08.02.2013

Audi hat wohl Angst vor der eigenen Courage! erst mit Riesen-Tamtam auf der IAA 2011 das Teil vorstellen und dann den Schwanz einziehen - wie beim R8 e-tron... Hauptsache Audi-ultra, Audi-connect und Audi-e-tron - wie aktuell auf der HP des Herstellers angepriesen. Wo bleibt der gebetsmühlenartig vorgetragene "Vorsprung durch Technik"? Selten hat ein Hersteller so den Mund vollgenommen... Die Ingolstädter sind und bleiben für mich die Ankündigungsweltmeister - große Klappe & nichts dahinter.. Weiterhin viel Erfolg mit den großen Modellen (wie A8 und Q7)!!

4
Jables
08.02.2013

Großartig, wieder ein Beispiel dafür das unsere Bundesregierung den Automobilkonzernen genau sagen muss was sie zu tun haben, denn sonst machen sie es nicht...Darüber hinaus werden wir in naher Zukunft erleben wie die Japaner dem Rest der Welt in ihren Brennstoffzellenautos davon fahren und unsere deutschen Hersteller bekommen einfach nichts derartiges hin.. herzlichen Glückwunsch an die deutsche Ingeneurskunst ;)

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